Mein Leben mit Milch

Milch. Immer wieder Milch. Am Anfang direkt von der Mutter. Später künstlicher Ersatz aus der Flasche, im Lauf der Zeit dann weniger Flaschenmilch und mehr Brei und der Umstieg auf die hierzulande übliche Kuhmilch. Damals immer Vollmilch mit 3,5% Fett. Gelegentlich Vorzugsmilch, wenn die Oma zu Besuch war und uns was Gutes tun wollte. Der Umstieg auf fettarme Milch kam später, da war ich schon erwachsen.

Anfangs in – wenn ich mich recht erinnere – Halbliterflaschen vom Milchmann, das Leergut abends vor die Tür gestellt. Wenn in den nächsten Tagen mehr oder weniger Milch als gewöhnlich benötigt wurde, kam ein Zettel mit der entsprechenden Bestellung an die Flaschen. Später kam dann der unsägliche Ausgießschlauch, im Prinzip ein Gefrierbeutel mit einem Liter Volumen, den man in einen speziellen Becher stellte, die Ecken abschnitt und beim Eingießen fast zwangsläufig die Hälfte verschüttete, weil das ganze so labberig war. Das war wahrscheinlich ein raffinierter Schachzug, um den Markteinstieg des anfangs auch nicht besonders benutzerfreundlichen Tetrapaks zu erleichtern. Noch später kam die Glasflasche zurück, diesmal vorwiegend als Literflasche, blieb aber in einer kleinen Nische.

Als Kind habe ich Milch geliebt und in großen Mengen getrunken, bis man mir das Zeug rationierte. (Fleisch auch, konnte ich nicht genug von kriegen, gab es aber viel zu selten und immer zu wenig, aber das ist eine andere Geschichte.) Irgendwann Den Rest des Beitrags lesen »


Korn, Bier, Schnaps und Wein

Gesunde Ernährung ist irre wichtig, und das Bewusstsein dafür ist in den letzten Jahrzehnten stark gewachsen. In vielen Ländern gibt es amtliche oder quasiamtliche Richtlinien darüber, wieviel und was ein gesunder Mensch normalerweise essen sollte, um gesund zu bleiben oder jedenfalls keine ernährungsbedingten Schädigungen davonzutragen.

Diese Richtlinien basieren in der Regel auf mehr oder weniger wissenschaftlich gewonnenen Erkenntnissen, werden allerdings gelegentlich nach politischem Kalkül zurechtgebogen. (Ein Beispiel war die US-amerikanische Ernährungspyramide, die, wenn ich mich recht erinnere, in irgendeine aus nichternährungstechnischen Gründen opportune Richtung umproportioniert worden war. Bin nur zu faul, jetzt die entsprechenden Details zu suchen.)

Nun ist die Ernährung schon deshalb einigermaßen bedeutsam und potenziell folgenreich, weil sie in aller Regel täglich stattfindet und weil eine falsche Ernährung eben ernsthafte gesundheitliche Folgen haben kann. Deshalb wird auch andauernd an der Ernährung und ihren Folgen herumgeforscht. Jederzeit Den Rest des Beitrags lesen »


Auf keinen Fall zu kalt!

Um diese Jahreszeit können die Getränke gar nicht kalt genug sein. So nahe wie möglich am Gefrierpunkt ist gerade so kalt genug, wenn schon der Gang zum Kühlschrank gleich einen Viertelliter Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen verursacht. Natürlich ist es nicht so wahnsinnig gesund, große Mengen eiskaltes Zeug in sich hineinzuschütten, aber ein gutgekühlter Viertelliter muss dann und wann schon mal sein. Eiskalt.

Bier auch. Mittlerweile gibt es ja genug alkoholfreies, das man im Prinzip wie Limonade trinken kann. Die Fachwelt empfiehlt für Bier recht einmütig eine Trinktemperatur von 7 – 9°C, damit sich die ganzen feinen Geschmacksnuancen auch ordentlich entfalten können. Zu kalt sei nicht gut, das mache den Geschmack kaputt, und über zu warm müssen wir gar nicht erst reden, denke ich. Zu kalt solle man im Interesse kultivierten Genusses jedenfalls vermeiden.

Bei Außentemperaturen, die altmodische Fieberthermometer (die gläsernen mit Quecksilber drin) an ihre Grenzen bringen, Den Rest des Beitrags lesen »