Schnellere medizinische Hilfe

Neulich habe ich einen Artikel über das Projekt United Hatzalah gelesen. Das ist eine Organisation in Israel, die ehrenamtliche Rettungssanitäter ausbildet, mit einem Notfallkoffer ausstattet und ihren Einsatz parallel bzw. ergänzend zum offiziellen Rettungsdienst organisiert. Das geschieht über eine App, die bei einem eingehenden Notruf die zehn UH-Leute über das Handy alarmiert, die dem Einsatzort am nächsten sind. Welche das sind, wird über GPS ermittelt.

Es gibt derzeit gut 2000 aktive Ersthelfer bei United Hatzalah, die bei Alarmierung sofort alles stehen und liegen lassen und den Unfallort aufsuchen. Sie sind dafür anscheinend freigestellt, ähnlich wie bei uns Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren, vermute ich.

Die UH-Leute sind im ganzen Land unterwegs. In den (zumindest zu den Stoßzeiten oft staugeplagten) Großstädten teils zu Fuß, teils auf dem Fahrrad, zunehmend auch mit Mopeds oder so. Dadurch kommen sie – anders als sperrige Rettungswagen – auch bei Stau schnell zum Einsatzort. In ländlichen Gegenden Den Rest des Beitrags lesen »


Gut ausgestattet

In dem Erste-Hilfe-Kurs von neulich hat die Referentin nebenbei das Buch Erste Hilfe für Kinder von Franz Keggenhoff vorgestellt. Das ist nicht über Erste Hilfe an Kindern, sondern es richtet sich an Kinder ab 9 und erklärt ihnen, wie sie selbst Erste Hilfe leisten können.

Meine Töchter haben das Buch regelrecht verschlungen. Genauer gesagt, die Große hat es der Kleinen vorgelesen. Stabile Seitenlage hatte die Ältere in der Schule, und die haben sie dann an mir zusammen ein paarmal geübt (da hatte ich keine Wahl). Das hat sehr gut geklappt.

Aber das ganze ist nicht nur Theorie und trockenes Üben, es hat auch schon eine echte Anwendung gegeben. Den Rest des Beitrags lesen »


Erste Hilfe im Alltag

Neulich habe ich wieder einen zweitägigen Erste-Hilfe-Lehrgang besucht. Diese Kurse werden von den Berufsgenossenschaften angeboten und bezahlt, dem Teilnehmer entstehen keine Kosten. Soweit ich weiß, müssen Firmen dafür sorgen, dass ein bestimmter Anteil der Belegschaft eine solche Erste-Hilfe-Ausbildung hat.

Es wird empfohlen, alle zwei Jahre so einen Kurs zu besuchen, oder wenigstens den eintägigen Auffrischkurs. Auch wenn man so natürlich nicht zum Notarzt mutiert und sich ganz sicher nicht mit links quer durch das Spektrum medizinischer Notfälle macgyvern können wird, hilft es doch, im Ernstfall nicht ganz unvorbereitet dazustehen. Man hat dann wenigstens ein paar grundlegende Kenntnisse, die man abrufen kann, und das kann so manches Leben retten.

Wer also seit der Fahrschule vor 20 Jahren keinen Erste-Hilfe-Kurs mehr gemacht hat, sollte Den Rest des Beitrags lesen »


Erste Hilfe

Bei Alltag im Rettungsdienst läuft seit April eine Serie über Ersthelfererfahrungen. Da gibt es mittlerweile eine Reihe eindrücklicher Berichte über Erste-Hilfe-Aktionen in den verschiedensten Situationen. Man sieht, dass jeder unvermittelt in die Lage geraten kann, Erste Hilfe zu benötigen oder eben leisten zu müssen. Es ist also grundsätzlich eine gute Idee, einigermaßen regelmäßig einen Erste-Hilfe-Kurs zu besuchen.

Ich selbst war noch nie in der Situation, in einem lebensbedrohlichen Notfall erste Hilfe leisten zu müssen. Meine Erfahrungen beschränken sich bisher auf das Verarzten kleinerer Blessuren wie aufgeschlagener Knie, das Versorgen von haushaltsüblichen Schnittwunden u.ä. Deshalb kann ich nicht mit relevanten Geschichten dienen. Allerdings hatte ich vor Jahren selbst mal einen Unfall, bei dem mir Erste Hilfe geleistet wurde. Davon berichte ich hier aus der Sicht des „Geholfenen“.

Der Unfall

Wolkenloser Sommerhimmel, Temperatur deutlich über 30°C. Ich bin mit dem Fahrrad zügig (wohl an die 30 km/h) auf einem Radweg entlang einer wenig befahrenen Straße unterwegs, dummerweise ohne Helm. An einer Stelle etwa 100 Meter voraus ist ein Haus eingerüstet. Der Bürgersteig ist mit einem Bauzaun abgesperrt, die Fußgänger werden auf den Radweg umgeleitet. Ausgerechnet an dieser engen Stelle kommt mir eine Frau mit Kinderwagen entgegen, und auf dem Radweg passen wir nicht aneinander vorbei. Klar, dass ich auf die Straße ausweiche, zumal da bis zum Horizont kein Verkehr in Sicht ist.

Wohl aufgrund einer Unachtsamkeit Den Rest des Beitrags lesen »


Gaffer

Als ich fünf oder sechs Jahre alt war, sind wir bei einem Familienausflug im Auto an einem Verkehrsunfall vorbeigekommen. Nach einer Kurve an einem Ortseingang stand ungefähr 100 Meter vor uns ein Rettungswagen am Straßenrand. Daneben lag ein Motorrad neben einem schräg auf der Straße stehenden Pkw, und ein paar Leute standen drumherum. Mehr konnte ich nicht sehen, weil meine Oma mir sofort die Augen zuhielt. Sie wollte nicht, dass ich mir das allzu genau anschaue.

Ich war stinkig. Wenn auf einer langweiligen Autofahrt schonmal was passiert, will man Den Rest des Beitrags lesen »