Fresswelle

Dosenkunst war auf Reisen und hat in London ein bisschen fotografiert. Das dritte Foto der Serie zeigt ein Grafitto von verängstigte Kindern in einem Boot auf rauher See. Dazu passt vielleicht dieses Bild von einer reißgezähnten, gefräßigen Welle:

fresswelle

Vollständig sieht das Werk so aus. Gefunden an der Alb in der Nähe des Entenfangs in Karlsruhe.

Seid behütet!

P.S.: Falls das rosane Gekrissel Schrift darstellen soll, ich habe da nichts entziffern können. Kann also sein, dass das gar nicht passt, wer weiß das schon…

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Eingeschliffen

Die Armee wird in Deutschland traditionell als Schule der Nation bezeichnet. Beim Kommiss, heißt es, wird man vom großgewordenen Lausebengel, vom verkopften Abiturienten oder kindischen Lehrling zum Mann. Man hat es nicht leicht dort, man wird angebrüllt, heruntergeputzt, getriezt, geschliffen, an die eigenen Grenzen gebracht, aber hinterher ist man eben kein schmaler Hänfling mehr, sondern ein echter Kerl. So ungefähr geht die Geschichte.

Übrigens nicht nur in Deutschland. In Russland etwa ist die Tradition der Mannwerdung auf die harte Tour in der Armee sehr stark verwurzelt, und dort wird (übrigens mit Duldung der Obrigkeit und weitgehendem Einverständnis der Bevölkerung – man meint dort, das gehört so) ausgesprochen brutal gesiebt. Auch in anderen Armeen soll es nicht zimperlich zugehen, egal ob die tatsächlich viel in den Krieg ziehen oder nicht.

Ich habe nach dem Abitur die damals üblichen 15 Monate Grundwehrdienst abgeleistet. Gern Den Rest des Beitrags lesen »