Das gibt’s heute gar nicht mehr…

Früher war bekanntlich alles besser. Vor allem gab es noch das gute alte Handwerk. Berufe, die heute nicht mal mehr im Duden stehen. (Ich kann jetzt keinen nennen, die stehen ja eben nicht mehr im Duden, und aus dem Kopf kenne ich – meiner späten Geburt sei’s geklagt – keinen Beruf, den ich hier beiläufig einflechten könnte. Nachttopfmacher vielleicht, oder Weinflaschenverkorker, oder Kurfürstlicher Steigbügelhalter, obwohl das eher nach Titel klingt als nach Beruf, aber egal. Wikipedia hat natürlich Abhilfe.)

Die Handwerke, die es noch gibt, sind großenteils im Niedergang begriffen. Wer braucht noch Klempner, wenn man Badezimmer- und Küchenarmaturen im Diskonter kauft und die Plastikschläuche selbst festschraubt? Wer braucht Maler, wenn es von Fußleisten über Lichtschalter und Kleistermaschinen bis zur Wandfarbe alles im Baumarkt gibt und Renovieranleitungen dazu im Internet?

Das Abendland verkommt zu einer Heimwerkerwüste, wo überall nur noch gepfuscht und gemurkst wird. Bestimmt ist das Absicht, wir werden heimtückisch manipuliert – wer heimwerkt, kommt nicht auf dumme Gedanken, und wer mit angesägten Fingern in der Notaufnahme sitzt, macht keine Revolution.

Jedenfalls bleibt die gute alte Zeit dabei auf der Strecke. Es mag sie zwar noch geben, die guten Dinge, aber wer kann Den Rest des Beitrags lesen »

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Teequartett

Im Teeladen haben die Kinder neulich ein Quartettspiel geschenkt gekriegt. Ein Tee-Quartett. Da kann man viele mehr oder minder interessante Sachen über ausgewählte Teesorten aus dem Sortiment des Filialisten erfahren, etwa dass der China Lung Ching bei 70°C aufgegossen gehört und 2 Minuten ziehen soll. Oder dass Karl-Heinz, der Herbsttee – 100°C, 2 Minuten – mich von innen aufwärmt. Dass man von Brennessel nur 4 g Teeblätter für einen Liter Aufguss benötigt, von KiBa-Flip aber 28. Oder dass der Japan Shincha Kirisakura – 60°C, 3 Minuten, Bio – in Sachen Qualität auf 105 von 100 möglichen Punkten kommt.

Die allerwenigsten Kinder werden Den Rest des Beitrags lesen »