Mit dem Rollstuhl ins Grüne

In welche Läden kommt man mit dem Rollstuhl überhaupt rein? Und wie kommt man zu dem Laden hin? Wer auf Rollstuhl oder Rollator angewiesen ist, kann meistens nicht so unbeschwert losziehen. Längst nicht alle Busse, Straßenbahnen und Züge sind für Rollstuhlfahrer geeignet, und selbst wenn Niederflurbusse und –bahnen eingesetzt werden, sind die Haltestellen oft genug nicht barrierefrei. Unter- oder Überführungen ohne Fahrstuhl sind unüberwindbar. Schon ein normaler Bordstein kann das Ende der Fahrt bedeuten, wenn einem niemand drüberhilft. (Außerdem dürfte es nerven, ständig Leute um Hilfe bitten zu müssen. Man will ja als erwachsener Mensch selbstbestimmt und unabhängig agieren können.)

Aber angenommen, man hat es in die Stadt geschafft. Bleibt die Frage, welche Läden überhaupt rollstuhltauglich sind. Stufen am Eingang, Treppen im Laden oder enge und vollgestellte Gänge sind meist unüberwindliche Hindernisse. Was also tun? Natürlich wird jeder Den Rest des Beitrags lesen »

Werbeanzeigen

Wüstentauglich

Meistens finde ich Werbung nervig und doof, vor allem, wenn da übertrieben gutgelaunte, völlig unmotiviert strahlende Leute in albernen oder gekünstelten Posen gezeigt werden. Oder wenn im Radio versucht wird, künstliche gute Laune akustisch zu vermitteln. Gerade für das deutsche Publikum produzierte Werbung ist viel zu oft langweilig, einfallslos, platt, vulgär oder peinlich, und zugleich hochgradig aufdringlich.

Ziemlich oft finde ich Werbung auch von vornherein überflüssig oder wenigstens für mich nicht relevant, weil ich das Beworbene sowieso nicht brauche, will oder bezahlen kann. Aber manchmal, eher selten, sehe ich Werbung, die mir gefällt. Eben habe ich eine Online-Werbung für das neue Thinkpad X1 von Lenovo gesehen, die ich genial finde:

Das ganze ist sehr gelungen: Unaufdringlich, treffend, ohne Schnickschnack wird gezeigt, wie robust das Gerät (angeblich) ist. Wenn schon, dann muss Werbung so sein!


Refugees United

Ständig ist irgendwo Krieg oder Bürgerkrieg, oder irgendwelche Drecksäcke vertreiben aus irgendwelchen Gründen die Bewohner von Dörfern, Städten, ganzen Regionen. Dabei werden jedesmal Familien auseinandergerissen. Kinder werden von ihren Eltern getrennt, landen in unterschiedlichen Lagern, Städten, Ländern. Oft wissen sie nicht, ob der Rest der Familie überhaupt noch am Leben ist. Oft haben sie keine Ahnung, wo sie anfangen sollen zu suchen. Verwandte können im nächsten Dorf gelandet sein, im Nachbarland oder am anderen Ende der Welt.

Mir selbst ist sowas nie passiert, aber meine Großmutter musste 1945 aus Ostpreußen fliehen. Sie hat nie viel davon gesprochen, aber die wenigen Geschichten haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Überall in Deutschland hingen nach dem Krieg ganze Wände voll mit Zetteln, auf denen Leute ihre verschollenen Verwandten suchten: Wer kennt den Aufenthaltsort von xy? Zuletzt gesehen auf der Flucht Dezember 1944 bei Marienburg. Den Rest des Beitrags lesen »