Flächendeckende Verglasung

Bahnchef Richard Lutz hat eben erzählt, die klassische gedruckte Fahrkarte könne in absehbarer Zeit entfallen. Man wolle einfach anhand der Handys feststellen, wer in den Zug eingestiegen und wie weit gefahren sei und dann den Fahrpreis automatisch vom Konto des betreffenden Fahrgastes abbuchen. Das wirft Fragen zum Datenschutz, zur informationellen Selbstbestimmung und überhaupt zu den Implikationen solcher Technik auf.

Ich finde das Vorhaben einigermaßen beunruhigend. Nicht, weil ich grundsätzlich was gegen elektronische Tickets hätte (die gibt es ja schon seit geraumer Zeit, und sie erfreuen sich einiger Beliebtheit), sondern weil man irgendwann gezwungen werden könnte, sie zu benutzen. Dann müsste man auch ein Smartphone (oder, scheint’s, sonst irgendein Handy) haben, um bahnfahren zu können. Man müsste sich von einem Unternehmen überwachen lassen, müsste Zugriff auf das eigene Konto gewähren usw. Das tut man anderweitig natürlich auch längst, aber normalerweise hat man die Wahl.

In Zukunft will die Bahn (die übrigens immer noch dem Bund gehört) also Den Rest des Beitrags lesen »

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