Fassade

fassade_draufsicht

Es sieht nicht nur so aus, die Farbe im oberen Teil des Bildes hängt wirklich frei, fast wie eine Art Gardine oder Den Rest des Beitrags lesen »

Werbeanzeigen

Das gibt’s heute gar nicht mehr…

Früher war bekanntlich alles besser. Vor allem gab es noch das gute alte Handwerk. Berufe, die heute nicht mal mehr im Duden stehen. (Ich kann jetzt keinen nennen, die stehen ja eben nicht mehr im Duden, und aus dem Kopf kenne ich – meiner späten Geburt sei’s geklagt – keinen Beruf, den ich hier beiläufig einflechten könnte. Nachttopfmacher vielleicht, oder Weinflaschenverkorker, oder Kurfürstlicher Steigbügelhalter, obwohl das eher nach Titel klingt als nach Beruf, aber egal. Wikipedia hat natürlich Abhilfe.)

Die Handwerke, die es noch gibt, sind großenteils im Niedergang begriffen. Wer braucht noch Klempner, wenn man Badezimmer- und Küchenarmaturen im Diskonter kauft und die Plastikschläuche selbst festschraubt? Wer braucht Maler, wenn es von Fußleisten über Lichtschalter und Kleistermaschinen bis zur Wandfarbe alles im Baumarkt gibt und Renovieranleitungen dazu im Internet?

Das Abendland verkommt zu einer Heimwerkerwüste, wo überall nur noch gepfuscht und gemurkst wird. Bestimmt ist das Absicht, wir werden heimtückisch manipuliert – wer heimwerkt, kommt nicht auf dumme Gedanken, und wer mit angesägten Fingern in der Notaufnahme sitzt, macht keine Revolution.

Jedenfalls bleibt die gute alte Zeit dabei auf der Strecke. Es mag sie zwar noch geben, die guten Dinge, aber wer kann Den Rest des Beitrags lesen »


Zuckerkulör

Whisky darf man sicher zu den eher besonderen geistigen Getränken zählen. Ich selbst bin ein großer Fan von dem Zeug.

Präzisierung: Ich trinke nicht viel Whisky, auch nicht besonders oft, dafür aber mit großem Genuss. Ich hole sozusagen aus jedem Tropfen, den ich zu mir nehme, das für mich machbare Maximum an Genuss heraus.

Wenn ich hier übrigens von Whisky spreche, meine ich Single Malt Whisky, nicht das gepanschte Zeugs, das als Scotch Whisky vertickt wird. Das ist allenfalls für Hot Toddy (Grog mit Whisky statt mit Rum) gut und vielleicht als Backzutat. Auch wer Whisky mit Eis oder Cola trinkt, ist damit gut bedient, da ist der Geschmack ja sowieso fast egal. Der Kenner trinkt jedenfalls Single Malt, der im übrigen auch gern aus Irland oder sonstwoher stammen darf, ungekühlt, ohne Eis und auf jeden Fall ohne Soda.

Und während ich ein paar Dinge über die Herstellung von Whisky weiß, belaste ich mich da nicht mit allzuviel Detailwissen. Welche Bauformen Destillen haben, welche Verfahren angewendet werden, ob und wie gefiltert wird ist mir alles ziemlich wurscht. Dass man Malzwhiskys nach der Lage der Distillerie in Gruppen unterteilt (Islay, Islands, Speyside, Highlands) weiß ich wohl, könnte aber Den Rest des Beitrags lesen »


Armbanduhr a. D.

Vor Jahren habe ich mir in einem Anfall von Hybris eine „gute“ Uhr geleistet. Von Mühle in Glashütte, schlicht mit Leuchtziffern auf schwarzem Ziffernblatt, Viertelsekundenzeiger und einfachem Datum auf der Position der Drei. Dieser Kauf war keineswegs als Begründung einer Familientradition wie in der kitschigen Werbung von Patek Philippe gedacht, gar als Erbstück für etwaige Urenkel, sondern als Anschaffung für mich selbst. Bis dahin hatte ich immer eher billige und entsprechend kurzlebige Uhren gehabt. Die wenigsten hatten überhaupt bis zum zweiten Batteriewechsel durchgehalten, und ich war es leid. Ich wollte einfach keine Uhren mehr kaufen. Daher die Entscheidung für ein Qualitätsprodukt.

Nun ist „gute“ Uhr hier natürlich relativ zu sehen. Der Preis von damals knapp 500 Euro dürfte in der ganz eigenen Welt der Horlogerie kaum die Wahrnehmungsgrenze erreichen, so mancher Schmuck- und Uhrenhändler hätte sowas allenfalls als Einsteigermodell auf dem Grabbeltisch angeboten. Nichtsdestotrotz war es eine schöne mechanische Uhr mit automatischem Aufzug. Robust sei sie, hatte mir der Uhrmacher erzählt, eine Sportuhr, die halte schon was aus. Und genau das wollte ich: Den Rest des Beitrags lesen »