Werbepause

Dass ich Werbung doof finde, ist hier schon mehrfach angeklungen. Ich finde Werbung doof. Also fast immer. Es gibt natürlich welche, die witzig, originell oder sonst irgendwie gut ist. Aber das ist die Ausnahme, gerade in Deutschland, wo Werbung für meine Begriffe überwiegend dämlich ist, alle nur vorstellbaren Klischees bedient, je abgelutschter desto penetranter, und in aller Regel eher einen Brechreiz als einen Haben-wollen-Reflex auslöst. Generell fühle ich mich durch Werbung belästigt.

Natürlich ist es legitim, auf Produkte aufmerksam zu machen, die Vorzüge des Produktes oder die Neuerungen öffentlichkeitswirksam darzustellen und die potenzielle Kundschaft zu umwerben. Es ist sogar legitim, Leute ungefragt anzusprechen, auch wenn ich das unangenehm finde. (Wer mich in der Fußgängerzone oder im Bahnhof anspricht, blitzt bei mir grundsätzlich ab, ganz unabhängig vom Anliegen. Ich kaufe nicht auf der Straße, was man mir hinhält. Ich suche mir lieber selbst aus, wann, wo, wie und was ich kaufe.) Ein gewisses Maß an Ungefragtheit lässt sich bei Werbung nicht vermeiden, da ja sogar die Frage, ob man sich vielleicht ein bisschen Werbung ansehen (oder an einer „Umfrage“ teilnehmen) mag, schon eine kleine Verletzung der Privatsphäre darstellt.

So weit so nervig. Was mich an Werbung aber grundsätzlich stört, ist ein systembedingter und meiner Meinung nach kaum heilbarer Mangel: Den Rest des Beitrags lesen »

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