Bundesministerium für Leitkultur

Die Bundesrepublik Deutschland hat neuerdings ein Heimatministerium. Genauer gesagt, das Innenministerium ist um den Fachbereich Heimat erweitert worden und heißt jetzt Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Zur Heimatpflege werden dem Ministerium laut Koalitionsvertrag knapp 100 neue Mitarbeiter zugeteilt. (Die werden allerdings beim Zoll und der inneren Sicherheit eingespart, weshalb man dann demnächst u.U. lautstark wegen steigenden Unsicherheitsgefühls im Land jammern müssen und – ganz im Sinne der CSU – mehr Überwachung einführen können wird, aber das nur nebenbei.)

Weil anfangs niemand so recht wusste, was ein Heimatressort im Innenministerium denn so leisten sollen könnte, wurde erstmal auf das vor ein paar Jahren von Seehofer als Beschäftigungstherapie für seinen ewigen Widersacher Söder eingerichtete Ministerium für Heimat und Digitalisierung als mögliches Vorbild verwiesen.

Der Laden beschäftigt sich im wesentlichen mit der Förderung des Breitbandausbaus, um die abgehängten ländlichen Gebiete besser an alles anzubinden. Das halte ich für eine grundsätzlich gute Idee, nur braucht es dafür auf Bundesebene kein neues Ressort im Innenministerium – es gibt schon ein Ministerium, das diesen Aufgabenbereich sogar im Namen trägt: Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. Man könnte dort mal Weiterlesen »

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