Gründlichkeit, deutsche

Seit einiger Zeit ist ja wieder Gartensaison. Für ein paar Monate werden die Schlagbohrer beiseitegelegt und die Rasenmäher hervorgesucht. An stillen Wochenendtagen und wettermäßig günstigen Abenden unter der Woche hört man von überallher das monotone Summen der Zweitaktmotoren über Gras.

Ein Nachbar hat ein Stück Garten, ungefähr zweieinhalb Badetücher groß, mit zwei Bäumen drauf und einem Blumenbeet und ein paar Büschen am Rand entlang. Keine Bio-Obstplantage, auch kein herausgeputztes Renommiergelände, einfach ein gemütliches Stück Grün hinterm Haus. Manchmal hängt da Wäsche, manchmal spielen da Kinder, manchmal wird gegrillt, ganz normal also, nicht weiter bemerkenswert, und jetzt ist eben Rasenmähen angesagt.

Das Wetter ist gut, der letzte Regen verdunstet, die Kinder woanders, und seit gefühlt zwei Stunden schiebt der gute Mann seinen Zweitakter über das Grün. Alle paar Minuten eine Unterbrechung – Grasschnitt aus dem Auffangbeutel kippen, ein Ästchen wegräumen, nachtanken, irgendwas an der Maschine richten, einen Schluck trinken, was weiß ich, man kann das von hier aus nur hören, nicht sehen.

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Bauwagen

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Jetzt hat mich der fakirsessel mit seiner Ästhetik des Zerfalls angesteckt. So schön verwunschene Altbauten, wie sie in Brandenburg offenbar überall herumstehen, habe ich zwar nicht zu bieten, aber idyllisch vergammelte Ecken gibt es überall…