Dada Dadada Ditdit Dadit

Manchmal ist die Stimme weg oder ihre Benutzung ist zu schmerzhaft, etwa wegen Erkältung. Wer nicht einfach warten kann, bis das Elend abgeklungen ist, braucht für die persönliche Kommunikation einen einfach zu bedienenden Ersatzkanal.

Zu diesem Zweck habe ich mir zusammen mit meiner derzeit ebenfalls erkältungebedingt stimmbeeinträchtigten Tochter einen Morsekommunikator ausgedacht: Ein kleines handliches Gerät mit einem gut ausbalancierten Knopf, der als Morsetaste dient. Damit äußert man dann einfach per Morsezeichen, was mündlich zu sagen einen Halssschmerz oder Heiserkeit hindert. Nach einer kurzen Eingewöhnung wird man schon bald flüssig morsen können, das ist deutlich einfacher als Schreibmaschine mit Zehnfingersystem, vielleicht vergleichbar mit Daumenbedienung der Smartphonetastatur.

Die Ausgabe kann als Ton, Licht, Vibration oder Rauchsäule oder in beliebigen Kombinationen erfolgen. Der Morsekommunikator kann per Bluetooth o.ä. Den Rest des Beitrags lesen »

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Nach Verwendung gründlich reinigen

Auf den Verpackungen von Kosmetik- und Körperpflegeartikeln stehen ja oft allerhand komische Sachen. Vieles davon muss man gar nicht so ernst nehmen, das schreiben die Hersteller da vermutlich nur hin, um den Platz auf den Verpackungen irgendwie zu füllen, damit die Etiketten nicht so leer aussehen. Aber manchmal wundert man sich dann doch.

Auf der Hülle eines Deo-Kristalls findet sich etwa der folgende Hinweis:

Tipp: Besonders lange haben Sie an Ihrem Deo Freude, wenn Sie den Kristall nach der Verwendung gründlich reinigen und trocknen.

Dieser Hinweis ist ungenau formuliert, teilweise sachlich falsch und eigentlich soweieso ziemlich überflüssig. Im Einzelnen:

Ich weiß nicht, wie andere Leute Deos verwenden, aber normalerweise trägt man sowas ja nach dem Waschen bzw. Duschen auf. Da sollte man eigentlich Den Rest des Beitrags lesen »


Sachensucher

Handy verloren oder irgendwo liegengelassen? Ärgerlich. Hoffentlich passwortgeschützt und gesperrt, sonst kann es dreifach unangenehm werden. Egal, ob das Handy bei irgendeiner Gelegenheit aus der Tasche fällt oder ob man es bei Feierabend im Büro liegenlässt (noch schlimmer: auf dem Weg ins Wochenende; ganz schlimm: auf dem Weg in den Urlaub) –  es ist lästig. Je mehr man im Alltag das Smartphone benutzt, desto mehr fehlt es, wenn es weg ist.

Zum Glück kann man solchen Unannehmlichkeiten vorbeugen. Man braucht nur einen Schlüsselanhänger mit einem Chip, der Krach schlägt, sobald man sich über eine voreingestellte oder vom Benutzer festzulegende Distanz vom eigenen Smartphone entfernt. Ob das Ding dann nun blinkt, piepst oder vibriert kann man nach persönlicher Vorliebe einstellen. (Oder ein Implantat speist eine entsprechende visuelle Meldung direkt in den Sehnerv, aber so weit ist man wohl noch nicht.)

Soweit so gut, nie wieder Handy irgendwo vergessen, die Geschichte könnte hier zuende sein. Aber das ist mir zu simpel, das hätte man vermutlich vor dreißig Jahren schon so bauen können, damit kann man heute Den Rest des Beitrags lesen »


Nassrasur im Internet der Dinge

Bei einem Bloggerkollegen habe ich von den ersten Gehversuchen eines bekannten Rasierklingenherstellers im Internet der Dinge gelesen: Seltsamkeiten. Die bieten anscheinend ein internetfähiges Nassrasierset an, mit dem man nach ein paar kleinen Formalitäten online Rasierklingen nachbestellen kann, wenn die alle sind.

Das ist ja irgendwie ganz witzig, gleichzeitig aber auch völlig unnütz und einigermaßen lächerlich. Weitergedacht sehe ich einen Haushalt, in dem alles und jedes Ding selbständig im Internet ist. Zahnbürsten, Waschmaschinen, Besteckschubladen, Toaster (die werden sogar sprechen, und wir werden sie dafür verfluchen!), Schuhbürsten, Möbelpoliturflaschen, Stromzähler, Türschlösser, Rauchmelder, Notizblöcke (Verzeihung, die sind schon seit Jahren nur noch virtuell im Smartphone vorhanden, Papier benutzt der moderne Mensch ja kaum noch, aber im Prinzip), Bierkästen, Ketchupflaschen, Rolläden, Dielenbretter, Kleiderbügel, alle sind sie im Internet und funken regelmäßig irgendwelche Statusmeldungen in die mittlerweile allgegenwärtige und unvermeidliche Cloud.

Das ganze wird soviel Bandbreite schlucken, dass die derzeit im Aufbau befindliche Breitbandversorgung davon weitgehend aufgefressen wird und Youtube wieder nur ruckelig läuft. Aber das ist eben der Preis der Innovation. Außerdem wird das die nächste Ausbaustufe mit nochmal mehr Bandbreite anstoßen, dann wird auch endlich jedes Reiskorn Den Rest des Beitrags lesen »