Mein Leben mit Milch

Milch. Immer wieder Milch. Am Anfang direkt von der Mutter. Später künstlicher Ersatz aus der Flasche, im Lauf der Zeit dann weniger Flaschenmilch und mehr Brei und der Umstieg auf die hierzulande übliche Kuhmilch. Damals immer Vollmilch mit 3,5% Fett. Gelegentlich Vorzugsmilch, wenn die Oma zu Besuch war und uns was Gutes tun wollte. Der Umstieg auf fettarme Milch kam später, da war ich schon erwachsen.

Anfangs in – wenn ich mich recht erinnere – Halbliterflaschen vom Milchmann, das Leergut abends vor die Tür gestellt. Wenn in den nächsten Tagen mehr oder weniger Milch als gewöhnlich benötigt wurde, kam ein Zettel mit der entsprechenden Bestellung an die Flaschen. Später kam dann der unsägliche Ausgießschlauch, im Prinzip ein Gefrierbeutel mit einem Liter Volumen, den man in einen speziellen Becher stellte, die Ecken abschnitt und beim Eingießen fast zwangsläufig die Hälfte verschüttete, weil das ganze so labberig war. Das war wahrscheinlich ein raffinierter Schachzug, um den Markteinstieg des anfangs auch nicht besonders benutzerfreundlichen Tetrapaks zu erleichtern. Noch später kam die Glasflasche zurück, diesmal vorwiegend als Literflasche, blieb aber in einer kleinen Nische.

Als Kind habe ich Milch geliebt und in großen Mengen getrunken, bis man mir das Zeug rationierte. (Fleisch auch, konnte ich nicht genug von kriegen, gab es aber viel zu selten und immer zu wenig, aber das ist eine andere Geschichte.) Irgendwann Den Rest des Beitrags lesen »