Zweitakter

Wenn ich was nicht abkann, sind das Laubbläser. Und Mopeds. Überhaupt Zweitaktmotoren – meistens laute, stinkende Nervensägen. Aber vor allem Mopeds und Laubbläser.

Wo wir von Zweitaktern sprechen, Rasenmäher gehen ja noch, wenn sie nicht zu nahe sind. Die machen zwar auch Lärm, aber die klingen oft eher sonor und laufen meistens ziemlich monoton, bis das aktuelle Stück Rasen gemäht ist. Das Geräusch kann ich deshalb meistens ganz gut ausblenden. Gelegentliche Drehzahländerungen an Bodenwellen oder besonders hartnäckig bewachsenen Stellen sind verschmerzbar, ebenso die regelmäßigen Pausen zum Ausleeren der Grasschnittauffangvorrichtung. Insgesamt kann das Geräusch einen ähnlich entspannend-einschläfernden Effekt haben wie ferne Flugzeugmotoren am wolkenlosen Sommerhimmel im Freibad. (Obwohl, weniger Rasen und mehr Blumenwiese ist sowieso besser. Die muss man auch nur ein- oder zweimal im Jahr mähen, und dafür ist die klassische Sense ohne Motor oder Internet das bessere Werkzeug.)

Mopeds sind da andere Kost, da ist schon das dünne, nervöse Geräusch des laufenden Motors für sich nervtötend, und wenn die Leute dann zwiebacksägend die Straßen rauf- und runterkacheln, bei jeder Gelegenheit das Gas bis zum Anschlag aufreißen, um sich an der enormen Beschleunigung zu berauschen überhaupt irgendwie vom Fleck zu kommen, und dann an jedem Gullydeckel wieder bremsen müssen, um nicht abgeworfen zu werden, ist das für mich ein Gipfel an Nervigkeit (Fahrradfahren ist sowieso in jeder Hinsicht besser).

In nervensägemäßig ähnlicher Preisklasse Den Rest des Beitrags lesen »


Heckenföhnen

Warum müssen die allgegenwärtigen Laubbläser fast durchweg zweitaktgetrieben sein? Die machen einen Höllenlärm beim Pusten und machen damit vernünftige Unterhaltungen im Garten noch zwei Hausnummern weiter unmöglich – gnäääääääää-näääääääääädädä-nääääääääääooouuuuäääää-d-d-d-d-gnääääää.

Dann geben sie nicht einmal im Leerlauf Ruhe – drrrrrrr-d-d-d-d-d-d-drrrrrr-d-d-d-d

Elektrogebläse dagegen machen schon beim Pusten nur halbsoviel Geräusch, sind in Schaffenspausen sogar völlig still und verbrauchen dann – anders als Zweitakter – auch überhaupt keine Energie. Außerdem Den Rest des Beitrags lesen »


Knapp

Egal wo man im öffentlichen Raum unterwegs ist, irgendwo bimmelt immer ein Handy. Seit ein paar Monaten haben gefühlt neun von zehn Leuten diesen kurzen gepfiffenen Triller als Benachrichtigung für SMS/Whats App/E-Mail/Facebook, und da alle immer wie behämmert kommunizieren trillert es aus allen Richtungen. Dann sind da die mit ihrem aktuellen Lieblingslied als Klingelton. Irgendwas aus den Charts, fast immer zu laut und darum verzerrt.

Das ganze praktisch immer vor dem Hintergrund des Ohrhörergezischels von Leuten, die sich die Ohren per MP3 grillen und mich aus drei Meter Entfernung noch lauter beschallen als meine eigenen Ohrhörer, wenn ich die bis zum Anschlag aufgedreht einen halben Meter von meinen Ohren offen in der Hand halte.

Egal. Je lauter und nerviger das Gedudel der Handys, desto länger brauchen die Kommunikationshelden natürlich, bis sie Den Rest des Beitrags lesen »


BrubbelbrubbelSCHNAAARRRRZZZZZ!!

Bei uns in der Nachbarschaft gibt es neuerdings ein kostenloses, ähm, Unterhaltungsprogramm. Ein Kerl mittleren Alters, der sein Motorrad allabendlich eine halbe Stunde lang um den Block reitet. Das ist nicht banale Fortbewegung, das ist eine Produktion, ein Schauspiel, da wird Geschichte geschrieben. Da steigen Zeus, dem alten Höllenreiter, die Tränen in die Augen…

Es handelt sich bei der Maschine um eine Chopper: Ledersattel etwa auf Kniehöhe, wenn man danebensteht, Fußstützen nur unwesentlich tiefer, also immer noch fast auf Kniehöhe. Handgriffe des Lenkers auf Schulterhöhe und etwa 1,20 m auseinander. Und so weit vorn, dass der Fahrer sich ziemlich vorbeugen muss, um mit ausgestreckten Armen überhaupt dranzukommen. Wie es aussieht kann der kaum Den Rest des Beitrags lesen »