Räuberspiele

Wenn ich meine Töchter abends ins Bett bringe, folgt das fast immer einem weitgehend geregelten Ablauf, der sich im Lauf der Zeit entwickelt hat. Diese Rituale sind aber nicht notwendigerweise statisch und langfristig stabil. Bei uns entwickeln sie sich kontinuierlich weiter, und manchmal kommt es zu recht plötzlichen Änderungen. Vorlieben und Interessen ändern sich und entwickeln sich weiter. Etwas, das monatelang unverzichtbar war, ist auf einmal passé, dafür wird anderes gefragt. Oder das ganze ufert aus und verbraucht soviel Zeit, dass wir den Ablauf umbauen und straffen, nach Möglichkeit halbwegs einvernehmlich, manchmal aber auch par ordre du mufti.

Jedes Kind hat bei uns sein eigenes Ritual, oder besser gesagt, wir haben ein komplexes Geflecht aus Elementen, das beide Kinder und beide Elternteile involviert, und die Parts der Kinder greifen dabei ineinander.

Ein Ding, das meine Älteste immer wieder gern hat, sind Räuberspiele. Entwickelt haben sich die aus dem alten Kommt ein Mann die Treppe hoch, klingelingeling, klopfklopf, Guten Tag Herr Nasemann (verschiedene Versionen gibt es hier). Als sie ungefähr drei war, fing das an, ihr langweilig zu werden, und so haben wir daraus das Genre Räuberspiel entwickelt. Das ist jetzt, fünf, sechs Jahre später, immer noch aktuell und sieht ungefähr so aus:

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