Punkt

Hier wurde offensichtlich manipuliert. Was ist das für ein Punkt!?

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Werbepause

Dass ich Werbung doof finde, ist hier schon mehrfach angeklungen. Ich finde Werbung doof. Also fast immer. Es gibt natürlich welche, die witzig, originell oder sonst irgendwie gut ist. Aber das ist die Ausnahme, gerade in Deutschland, wo Werbung für meine Begriffe überwiegend dämlich ist, alle nur vorstellbaren Klischees bedient, je abgelutschter desto penetranter, und in aller Regel eher einen Brechreiz als einen Haben-wollen-Reflex auslöst. Generell fühle ich mich durch Werbung belästigt.

Natürlich ist es legitim, auf Produkte aufmerksam zu machen, die Vorzüge des Produktes oder die Neuerungen öffentlichkeitswirksam darzustellen und die potenzielle Kundschaft zu umwerben. Es ist sogar legitim, Leute ungefragt anzusprechen, auch wenn ich das unangenehm finde. (Wer mich in der Fußgängerzone oder im Bahnhof anspricht, blitzt bei mir grundsätzlich ab, ganz unabhängig vom Anliegen. Ich kaufe nicht auf der Straße, was man mir hinhält. Ich suche mir lieber selbst aus, wann, wo, wie und was ich kaufe.) Ein gewisses Maß an Ungefragtheit lässt sich bei Werbung nicht vermeiden, da ja sogar die Frage, ob man sich vielleicht ein bisschen Werbung ansehen (oder an einer „Umfrage“ teilnehmen) mag, schon eine kleine Verletzung der Privatsphäre darstellt.

So weit so nervig. Was mich an Werbung aber grundsätzlich stört, ist ein systembedingter und meiner Meinung nach kaum heilbarer Mangel: Den Rest des Beitrags lesen »


Idylle am Hafen

These:

idylle_am_hafen_these

Antithese: Den Rest des Beitrags lesen »


Aufgeflogen

Die Süddeutsche berichtet, dass die Stiftung Warentest Manipulationen an der Rezeptur getesteter Lebens- und Waschmittel festgestellt hat. Die Hersteller hätten von geplanten Tests der Stiftung vorab Kenntnis erlangt, möglicherweise über beteiligte, in der Branche vernetzte Sachverständige, und daraufhin die Rezeptur der zu testenden Produkte vorübergehend veredelt, um im Test besser abzuschneiden. Nach Veröffentlichung der Testergebnisse seien sie dann zur alten Rezeptur zurückgekehrt, natürlich ohne das öffentlich zu machen. Wahrscheinlich werben sie jetzt mit dem guten Abschneiden im Test auf Produkten, die nach der alten Rezeptur hergestellt werden, die eben nicht getestet wurde.

Das ist so bedauerlich wie nachvollziehbar. Die Hersteller werben natürlich gerne mit guten Testergebnissen, weil das den Absatz ankurbelt. Dass sie dabei alle halbwegs legalen Tricks anwenden, um mit ihren Produkten gut dazustehen, versteht sich. Dass ethische Bedenken dabei kaum eine Rolle spielen, nimmt auch nicht wunder. Die wollen ja Den Rest des Beitrags lesen »


Höhenflug und Absturz bei Google

Im Dezember hatte Geoffrey K. Pullum in einem Beitrag auf dem Language Log dafür geworben, das Wort „Assholocracy“ möglichst häufig zu verwenden. Er wollte damit erreichen, dass das Wort möglichst viele Google-Treffer erreicht und so Chancen hätte, von der American Dialect Society im Januar zum Word of the Year gewählt zu werden. Das hat – wie wohl zu erwarten war – leider nicht geklappt, aber immerhin hat es zum most outrageous word gereicht.

Seit Mitte Dezember habe ich die Entwicklung der Google-Treffer für das Suchwort Assholocracy hier ein wenig verfolgt. Zunächst stieg die Trefferzahl sehr schnell, am 20. Dezember war sie schon bei 41.500. Dann kam der Absturz Den Rest des Beitrags lesen »


Großer Sieg für die Demokratur

Am Sonntag war in Russland Wahl. Wie erwartet hat Wladimir Putin sich mit großer Mehrheit wieder zum Präsidenten wählen lassen. Die Russische Föderation hat also ihren Präsidenten wieder, und die westlichen Regierungschefs gratulieren dem lupenreinen Demokraten artig zur Wiederwahl oder wünschen ihm wenigstens Erfolg. Russland ist immerhin ein wichtiger Verbündeter und strategischer Partner. Da schaut man lieber nicht so genau hin, um Irritationen zu vermeiden. Das hat sich schon im Umgang mit China, Saudi-Arabien, Mubaraks Ägypten, Gaddafis Libyen und anderen Ländern bewährt. Die sind alle recht empfindlich, wenn es um Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte geht. Immerhin lässt Angela Merkel ihren Regierungssprecher ein paar vorsichtige Worte in Richtung von “freie und faire Wahlen wären aber auch ganz schön gewesen, da müsste man noch dran arbeiten” äußern.

So ganz sauber waren die Wahlen in Russland wohl wirklich nicht. Russische und ausländische Beobachter der Wahl Den Rest des Beitrags lesen »