Einschläfern oder was?

Betriebswirtschaftliches Denken wird heutzutage immer wichtiger und durchdringt alle Bereiche des Alltags. Regierungen deregulieren alles mögliche nach Kräften, auf dass der Wettbewerb uns das Himmelreich auf Erden bringe und durch das segensreiche Wirken „der Märkte“ alles, alles gut werde.

Dabei schaffen sie (wie ich meine: sehenden Auges – da sitzen ja keine Schrebergärtner, sondern überwiegend Ökonomen und Juristen) Bedingungen, unter denen Vernunft und Anstand zwangsläufig auf der Strecke bleiben, weil die nächsten Quartalszahlen und die gute Meinung der Analysten wichtiger sind als dieser ganze soziale Schnickschnack wie gerechte Bezahlung, menschenwürdige Arbeitsbedingungen und so. Man will (oder muss) in möglichst vielen Bereichen möglichst viel Leistung für möglichst wenig Geld bekommen und optimiert darum an allem herum. Spielräume und Kapazitätspuffer werden systematisch ausgemerzt, um die Ressourcen bestmöglich auszunutzen.

Das Ergebnis sind kaputtgesparte Firmen, die wie Zombies durch den Sumpf stolpern. Da wäre etwa die Deutsche Bahn mit ihren ständig kaputten Zügen, einfrierenden Weichen, fehlenden Stellwerkern, verrottenden Brücken usw. Oder Telefonfirmen, die ihren Kundendienst weitgehend eingestellt haben (die eigens beauftragten Callcenter sind oft kaum mehr als ein Alibi; Den Rest des Beitrags lesen »