Seenot

Jetzt sind wieder mehrere Hundert Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken. Das Verhalten der zuständigen Stellen lässt fast den Verdacht aufkommen, dass das billigend in Kauf genommen wird. Mit einigem Bedauern vielleicht, aber man scheint sich – ungeachtet der routiniert geäußerten Betroffenheitsadressen aus der Politik – nicht weiter daran zu stören. Und sogar wenn einzelne Verantwortliche tatsächlich Schlaf darüber verlieren sollten, reicht es bislang offenbar nicht, etwas an der Situation zu ändern.

Dabei muss man ja nicht gleich die Welt retten, Syrien und Libyen flicken oder auch nur dafür sorgen, dass Entwicklungshilfe in vernünftige Maßnahmen gesteckt wird und dann auch dort ankommt, wo sie hingehört. Man könnte ja ein paar Nummern kleiner anfangen. Auf Zeit Online schlägt Karsten Polke-Majewski sechs Maßnahmen vor, mit denen man erstens einen großen Teil der Schiffsunglücke verhindern bzw. die in Seenot geratenen Flüchtlinge retten und zweitens immerhin einen kleinen Impuls zur Verbesserung der Lage in Syrien und Libyen leisten könnte.

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