Keine Werbung

Die Werbebranche erfreut sich nach wie vor großer Unbeliebtheit. Viele Leute versuchen einiges, um sich möglichst viel Werbung vom Hals zu schaffen. Den Briefkasten hält man sich üblicherweise mit einem Aufkleber Bitte keine Werbung oder so frei. Manche Hausgemeinschaften investieren in ein Schild an der Haustür, um die Altpapierflut kollektiv für das ganze Haus einzudämmen:

Das unterbindet natürlich nicht das Ablegen von papierener Reklame im Treppenhaus oder vor der Haustür. Viele Flugblattverteiler legen ihren Papierkram dann eben stapelweise auf Treppen oder neben Haustüren ab. Da bleiben der Briefkästen dann zwar schön sauber, die Message ist aber trotzdem abgeliefert. Und diese ewigen Altpapierstapel nerven gehörig. Entweder weht der Wind das Zeug durch die Gegend, oder Den Rest des Beitrags lesen »


Browserblockwarte

Manche Webseiten sprechen den Besucher auf seinen Browser an. Man benutze den Internet Explorer von Microsoft, heißt es dann. Dabei sei der gar nicht so gut, Microsoft missachte alle möglichen Standards, während andere Browser so viel besser seien, und man möge doch bitte zu einem anständigen Browser wechseln. Dann könne man die betreffende Seite auch viel besser genießen. Jetzt ist mir so etwas nach längerer Pause mal wieder begegnet:

(hier gefunden)

Das war immerhin halbwegs dezent in den normalen Text für Neuankömmlinge eingearbeitet. Es geht aber auch aufdringlicher: Den Rest des Beitrags lesen »


Hübsch bunt, aber trotzdem…

Graffiti sind eigentlich ganz witzig. Meistens. Oft. Damit meine ich nicht die idiotischen Tags, mit denen möchtegerncoole und nur zu oft talentlose Nachwuchssprayer wahllos Hauswände verdrecken. Andererseits gewinnt fast jede Betonbrücke durch ein bisschen Sprühfarbe, egal wie unfähig oder inspirationsarm der Sprayer war. Auch Fabrikhallen und Schallschutzmauern an Autobahnen und Bahnstrecken sind lohnende Ziele. Und gut gemachte Graffiti können richtig Spaß machen. Die gibt es zwar nicht ganz so oft, aber immerhin.

Leider schafft es immer wieder mal jemand mit ein paar Sprühdosen im Rucksack Den Rest des Beitrags lesen »


Unverkäuflich

Manche Leute meinen, es sei eine gute Werbeidee, Flugblätter bei geparkten Autos hinter den Scheibenwischer zu klemmen. Die meisten Autofahrer, die ich kenne, mögen das aber nicht so gern. Zettel an der Windschutzscheibe werden in aller Regel als störend empfunden, und deshalb verzichten mittlerweile die meisten Gewerbetreibenden auf Aktionen dieser Art. Es ist jedenfalls schon länger her, dass ich irgendwo solche Flyer gesehen habe.

In den letzten Jahren sind allerdings Gebrauchtwagenhändler und -exporteure dazu übergegangen, durch die Straßen zu ziehen und allen geparkten Autos ihre Karten in die Fensterdichtung der Fahrertür zu stecken. Das fing mit billigen Papierfetzen auf normalem Papier an, heute sind es oft aufwändig hergestellte laminierte Karten. Der Text ist meistens eine Variation von „Wollen Sie Ihr Auto verkaufen? Ich zahle sofort bar, rufen Sie mich an [Handy-Nummer]“.

Manchmal entfernen die Kartenverteiler eventuell schon vorhandene Karten von Mitbewerbern, manchmal stecken sie die eigene einfach dazu. Die allerwenigsten Fahrzeughalter scheinen darauf anzuspringen. Die Karten landen massenhaft Den Rest des Beitrags lesen »


Das Ende ist nah!!!

Das Ende der Welt wird ja regelmäßig angekündigt. Sekten, religiöse Gemeinschaften, Nostradamus-Exegeten und alle möglichen Esoteriker gehen immer wieder mit mehr oder weniger konkreten Daten an die Öffentlichkeit. In letzter Zeit hört man viel vom Maya-Kalender, demzufolge die Welt angeblich am 21. Dezember 2012 untergehen soll. Nach einer etwas weniger drastischen Lesart sollen die Maya für dieses Datum einfach nur große Umwälzungen vorausgesagt haben. Manche vertreten auch die Meinung, in Wirklichkeit sei der 28. Oktober 2011 der große Tag*. Das ist sehr elegant, weil man dann auch gleich eine hübsche Verschwörungstheorie unterbringen kann: Die „Systemmedien und ihre Politikervasallen“ (natürlich insgeheim gesteuert von ihnen, d.h. von denen, die auch für die Streifen am Himmel verantwortlich sind, unsere Gedanken lesen und am 11. September 2001 die Twin Towers in New York gesprengt haben) schreiben über ein ausgedachtes, späteres Datum und verschweigen uns das wirkliche, früher liegende Ende der Welt, damit die Welt im Oktober 2011 unvorbereitet vor vollendeten Tatsachen steht. Warum die Medien und die Politiker das tun sollten, bleibt unklar. Wenn die Welt tatsächlich demnächst untergehen sollte, dürfte es keinen großen Unterschied machen, ob das nun ein Jahr früher oder später passiert. Die Propheten beider Daten würden mit untergehen, und das letzte Hemd hat keine Taschen.

Andererseits sollen die Maya vorausgesagt haben, dass es in Frankreich eine Art UFO-Bahnhof geben wird, von wo Den Rest des Beitrags lesen »


Alt, dick, schwer und teuer

Immer wieder begegne ich Formulierungen, in denen statt des richtigen Adjektivs dessen Gegenteil verwendet wird. Da heißt es dann, eine Person sei „x Jahre jung“, etwas normalerweise schweres sei „y kg leicht“ oder etwas sonst eher dickes sei „z cm dünn.“ Damit will man auf humorvolle Weise betonen, dass die erwähnte Person eben nicht alt ist, das Gerät besonders leicht oder dünn und eben nicht so schwer oder dick wie eigentlich zu erwarten.

Hier gilt dasselbe wie für Bleistifte und Glühstrümpfe: Den Rest des Beitrags lesen »


Bleistifte und Glühstrümpfe

Vorhin habe ich zum ersten Mal seit längerem jemanden zum Bleistift statt zum Beispiel sagen hören. Nerven tut das, ganz unglaublich.

Vielleicht war es ja beim ersten Mal wirklich noch ein bisschen lustig, herzlichen Glühstrumpf statt herzlichen Glückwunsch zu sagen, oder Terroristen statt TouristenKlappert’s statt Klappt’s. Das mag vielleicht 1985 oder so gewesen sein. Aber muss man denn jede Witzigkeit bis zum Erbrechen ausschlachten? Alle haben ihren Spaß gehabt, und jetzt könnte man das doch mal ruhen lassen.

Von so nervigen Wendungen wie Aus die Maus oder Ende Gelände will ich gar nicht anfangen, sonst kriege ich gleich wieder schlechte Laune. Und das wäre nicht gut, wo doch gleich Wochenende ist.

Nachtrag: Natürlich gibt es auch Fred für Thread, also Diskussionsstrang in einem Forum.

Noch’n Nachtrag: Jetzt ist aber Schluss (mancher sagt auch Schulz dazu).


Wuahahaaaaa, der ist gut! Hihihiiiii!

Spaß muss sein. Geburtstage, Abitur, Examen, Führerschein, Beförderungen und so Sachen gehören gefeiert. Gern auch laut und lange. Wenn sowas in der Nachbarschaft passiert und sich bis in die Nacht hinzieht, nervt das zwar, ist aber ok. Wer das nicht verträgt, muss sich eben eine Einsiedelei im Wald suchen. Da röhren dann vielleicht die Hirsche, aber wenn es ganz schlimm kommt kann man die im Gegensatz zu den feiernden Nachbarn abschießen.

Viel schlimmer finde ich Festlichkeiten im Büro. Wenn also Kollegin X ihre Beförderung feiern will, Kollege Y seinen Geburtstag oder Projektleiter Z den erfolgreichen Abschluss des Projekts, laden sie zu Brezeln und einem Gläschen Sekt in ein Büro oder in die Kaffee-Ecke. Dort steht man dann und unterhält sich. Je nach Sektmenge Den Rest des Beitrags lesen »


Das selbstbügelnde Hemd

Mir ist beim Aufräumen grad ein kleines Zettelchen in die Hände gefallen, das die Vorzüge eines Oberhemdes anpreist. Das Hemd der Marke Jacques Britt habe ich vor Jahren mal gekauft, als ich mich für die Arbeit noch fein anziehen musste (mein derzeitiger Arbeitgeber sieht das zum Glück eher locker). Den Zettel habe ich aufgehoben, weil er so schön ist.

You wash it easy.

Äh, kein Kommentar.

Und weiter? Dann bügeln sich unsere Hemden fast wie von selbst.

Soweit unauffällig. Aber auf Englisch:

And then? Our shirts will be ironed by themselves.

Da müsste man dem Hemd nur noch beibringen, sich auch selbst zu waschen, zu trocknen und in den Schrank zu hängen, dann hätte man gar keine Arbeit mehr damit. Gebt diesen Leuten doch keine Wörterbücher in die Hand!

Es lohnt sich übrigens, Den Rest des Beitrags lesen »


Der beste Musikmix

Ich komme recht oft in den, ähm, Genuss, SWR3 zu hören (da kann ich nichts für, das läuft ohne mein Zutun in meiner Umgebung). Die sind im Vergleich zu Regenbogen, Neue Welle usw. nicht schlecht, versuchen, ihre Musik den Tageszeiten, Jahreszeiten, besonderen Gelegenheiten und den Hörerwünschen anzupassen, haben intelligentes Personal und oft gescheite Beiträge. Aber nerven tun sie trotzdem.

Ich verstehe ja, dass sie regelmäßig durchsagen, welcher Sender es ist. Der Hörer soll ja wissen, wer ihn da beschallt, damit er den Sender beim nächstenmal wieder einschaltet. Aber wozu muss ein Sender seinen Hörern alle paar Minuten nochmal sagen, dass er den besten Musikmix macht, die aktuellsten Meldungen bringt und überhaupt obercool ist? Entweder findet der Hörer das auch, dann braucht man ihn nicht mehr zu überzeugen. Oder er findet den Musikmix oder sonstwas an dem Sender nicht so prickelnd, und dann wird man ihn mit solchen Sprüchen auch nicht überzeugen. Oder glauben sie, dem Hörer in einer Art Gehirnwäsche immer wieder die Gründe vorsagen zu müssen, weshalb er nun wirklich SWR3 hört? Haben sie Angst, dass der Hörer eines Tages merkt, er weiß gar nicht, weshalb er SWR3 hört und dann ziellos zu anderen Sendern abwandert?

Der Jingle Mwaaaaaaaabababa ÄssWehÄrrDraaiiiiiii Den Rest des Beitrags lesen »