Negative Unterschneidung

Ein zentrales Element der Typographie ist das Kerning, auf Deutsch Unterschneidung. Das ist laut Wikipedia der Vorgang, den horizontalen Abstand zwischen mehreren Buchstaben durch optischen Ausgleich so zu verringern, dass er gleichmäßig erscheint und so vom Betrachter als angenehmer empfunden wird. Anders gesagt, per Unterschneidung wird ein ebenmäßig wirkender, knotenfreier Buchstabenfluss hergestellt. Gut gemachtes Kerning erkennt man daran, dass es nicht auffällt.

Das gelingt natürlich nicht immer im gewünschten Maß, gelegentlich verrutscht da schon mal was. Dann stehen Buchstaben beispielsweise zu eng beieinander. Sie verschmelzen optisch miteinander und die Leserlichkeit ist dahin. David Friedman hat dafür den Fachausdruck keming geprägt. Das Wort kerning falsch unterschnitten kann Den Rest des Beitrags lesen »


Assholocracy – Arschlöcher an der Macht

Geoffrey K. Pullum schreibt im Language Log über die Pläne des Milliardärs Donald Trump, bei der Nominierung des republikanischen Präsidentschaftskandidaten mitzumischen und unter Umständen selbst zu kandidieren. Der Gedanke bereitet Pullum erhebliches Unbehagen. Deshalb gefällt ihm ein Vorschlag seines Sohnes zur Sache. Man brauche, so Pullum junior, einen offiziellen Fachausdruck für den Sachverhalt „Herrschaft der Arschlöcher“: Assholocracy.

Sein Sohn habe recht, und das Rennen um die Nominierung des republikanischen Präsidentschaftskandidaten illustriere das Konzept sehr schön. Der Gedanke, dass jemand wie Donald Trump tatsächlich Den Rest des Beitrags lesen »