Verdünntheit

Seit den Tagen Samuel Hahnemanns fragen sich die Leute, wie die sogenannte Potenzierung homöopathischer Mittel funktionieren könnte. Bisher gibt es keinen plausiblen Erklärungsansatz. Es ist ja bekannt, dass nach einer bestimmten Anzahl von Verdünnungsschritten nichts mehr von der Ursubstanz übrig ist. Ab diesem Punkt ist das ganze nur Wasser mit allen möglichen immer vorhandenen Verunreinigungen. Wasser, das wieder und wieder mit Wasser verdünnt und dann geschüttelt wird. Seriell verwässertes Wasser sozusagen.

Es wird immer wieder gerätselt, wie das denn funktionieren soll. Gelegentlich wird da über ein nicht näher beschriebenes Wassergedächtnis spekuliert. Quantenmechanische Effekte werden gern bemüht, auch Nanopartikel sind ins Spiel gebracht worden. Das sind aber alles Irrwege – flüssiges Wasser hat zwar ein Gedächtnis, aber das hält nur 50 Femtosekunden. Das ist die Zeitspanne, in der Licht 0,015 mm zurücklegt, also sehr, sehr kurz. Als Wissensspeicher ist das Wassergedächtnis also denkbar ungeeignet. Die bisher bekannten Quanteneffekte sind sämtlich in der Computertechnik gebunden, da sind derzeit keine frei, die man in der Homöopathie einsetzen könnte. Nanopartikel gibt es auch keine in den homöopathischen Verschüttelungen.

Nein, in Wirklichkeit ist es ganz anders. Die Wirkung homöopathischer Zubereitungen beruht auf einem soliden Wirkstoff. Allerdings ist nicht die Ursubstanz dieser Wirkstoff. Der Wirkstoff ist vielmehr die Verdünntheit. Verdünntheit ist eine bisher leider noch nicht wissenschaftlich nachgewiesene Eigenschaft von Materie (in der Homöopathie zunächst meist Ethanol, mit den Verdünnungsschritten zunehmend Wasser, und später kann sie dann auch Den Rest des Beitrags lesen »

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