Träume vom Unmöglichen

Neulich habe ich eine Tüte Bio-Falafel-Chips gekauft. Ich mag Falafel, ich mag Chips, und ich dachte, wer weiß was die Kombination hergibt. Außerdem stand auf der Tüte ein ziemlich eindrucksvolles Stück Verkaufsprosa. Da hat jemand offensichtlich mit Leidenschaft PR gemacht.

Es handelt sich um die Organic Original Falafel Chips – The Chip For Hummus Dip! von Flamous Brands aus Pasadena, CA. Die holen uns das Unmögliche vom Himmel. Auf der Rückseite der Tüte steht:

We All Dream of the Impossible

Building a time machine, obtaining superpowers, finding a snack that’s both healthy and tasty. Oddly enough, that last one sometimes seems the most out-of-reach.

At Flamous Brands, we’ve done the hard work for you. We make chips that are truly healthy and tasty. Scratch that, delicious! With 21 herbs, vegetables, spices and legumes, our chips are packed with essential nutrients and contain ounce-per-ounce more antioxidants than green tea.

Our products bring you balanced nutrition that you can fully enjoy. So leave the hard work to us and indulge guilt-free.

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@gnaddrig

Heute mal ein bisschen Nabelschau. Ich in eigener Sache, genauer: Ich über mich bei Twitter.

Anfangs konnte ich mit Twitter nicht viel anfangen. Ich fand das ganze Ding doof, hatte den Witz daran absolut nicht verstanden und Twitterern pauschal unterstellt, sich damit im wesentlichen nur wichtigmachen zu wollen. (Ungefähr so, wie ich das jetzt ein bisschen, und in vielen Fällen sicher wieder zu unrecht, mit bärtigen Duttträgern tue; bei Moden und allen Dingen, die jeweils grad furchtbar in sind, bin ich praktisch immer misstrauisch. Mein Herz schlägt eher für den Underdog, nicht für die, die fotogen auf der Mainstreamwelle reiten. Dagegensein aus Prinzip und als Selbstzweck finde ich trotzdem doof.)

Dass ich meine Blogbeiträge, seit ich auf WordPress.com bin, auch per Twitter verbreite, hatte einzig den Grund, dass WordPress das als automatische Funktion anbietet und ich das einfach ausprobieren wollte als zusätzlichen Kanal (Google+ nutze ich nicht, LinkedIn auch nicht, Facebook will ich nicht, für Tumblr hätte ich zwar die Fotos, aber die stehen ja auch hier ganz gut). Nachdem ich mein Twitter-Konto angelegt hatte, war ich in den ersten Jahren aber kaum je selbst auf Twitter unterwegs.

Anlässlich mehrerer Aufregerthemen in den letzten anderthalb, zwei Jahren habe ich mich dann doch gelegentlich bei Twitter angemeldet und ein paar Tweets von mir gegeben, und allmählich fing es an, mir zu gefallen. Man kann da sehr schön live Den Rest des Beitrags lesen »


Tastaturduell

Ein aus den USA in die alte Welt herübergeschwappter Wahlkampfbrauch ist die Podiumsdiskussion von Politikern, live im Fernsehen übertragen. Da sitzen dann Leute, die alle denselben Stuhl wollen, und erzählen sich gegenseitig, wie gut sie dafür geeignet sind und warum die Hörer gerade sie und nicht die anderen wählen sollten.

Seit immer mehr Leute das Internet über Breitband konsumieren, verliert das herkömmliche Fernsehen an Bedeutung und gewinnen im Internet bereitgestellte Inhalte an Reichweite. Nachrichten, Filme, im Prinzip alles, was auf dem Bildschirm laufen kann, lässt sich auch über das Internet übertragen und konsumieren. Youtube hat da eine Lawine losgetreten, und mittlerweile gibt es jede Menge Zeugs, das nur über das Internet verbreitet wird.

Natürlich kann man Den Rest des Beitrags lesen »


Einkaufswagenrückführbox

Vor einiger Zeit in einer Tiefgarage gesehen:

einkaufswagenrueckfuehrbox
Was soll das? Oben haben sie Einkaufstempel mit gediegenem Ambiente, klimatisierter Musik, Frische-Center, Back-Erlebnis-Welt, Latte-Macchiato-Theke, Prosecco-Bar, Sushi-Fließband, angesagter Lifestyle-Mode. Alles vom Feinsten und dank Hausrecht vollkommen bettlerfrei, Den Rest des Beitrags lesen »


Gute Frage

Bei uns im Bahnhof wird irgendwas gebaut oder repariert oder was weiß ich. Da ist seit geraumer Zeit neben einem Fahrstuhl die Decke mit vier mageren Gerüststangen abgestützt, das ganze von rotweißem Absperrband eingerahmt. Am Bahnsteig darüber ist der Bereich auch abgesperrt, aber mit Sperrholz, man sieht also nichts. Und passieren tut auch nichts – das Ensemble steht seit einiger Zeit ziemlich unverändert da rum.

Das rotweiße Absperrband hängt teilweise an Schildern auf schweren Metallfüßen. Auf den Schildern steht: Wir tun was! Offenbar will die Bahn dem Eindruck entgegenwirken, sie sei passiv und inaktiv und zeigen, dass – entgegen dem Augenschein – an der Stelle wirklich eifrig zum Wohle des Kunden gewerkt wird. Vielleicht warten die ja auf wichtige Ersatzteile und können deshalb grad Den Rest des Beitrags lesen »


Stinkesocke

In den Straßenbahnen bei uns hängen neben den Türen an den gläsernen Trennwänden meistens Bekanntmachungen, Baustellenfahrpläne oder Eigenwerbung der Verkehrsbetriebe. Die Eigenwerbung ist meist ziemlich dämlich. Etwa das beliebte „Online-Abo schafft Platz im Terminkalender“. Da ist eine manisch-begeistert dreinschauende Frau in Lockenwicklern drauf zu sehen. Der Zusammenhang zwischen der Frau und dem Online-Abo erschließt sich mir ebensowenig wie der Zusammenhang zwischen Online-Abo und Platz im Terminkalender. Aber gut, man hat das Stichwort Online-Abo untergebracht, der Fahrgast weiß jetzt bescheid. Alles bestens.

Seit kurzem hängen dort nun Plakätchen mit zwei Sockenpuppen, eine davon mit Kippe im Gesicht, und diesem hübschen Text:

Die Stinkesocke

Soccus foetidus. Eine Stinkesocke kann man nur schwer erkennen, weil sie fast immer in grauen, manchmal undurchsichtigen, übel riechenden Nebel gehüllt ist. Den Rest des Beitrags lesen »