Aufgeflogen

Die Süddeutsche berichtet, dass die Stiftung Warentest Manipulationen an der Rezeptur getesteter Lebens- und Waschmittel festgestellt hat. Die Hersteller hätten von geplanten Tests der Stiftung vorab Kenntnis erlangt, möglicherweise über beteiligte, in der Branche vernetzte Sachverständige, und daraufhin die Rezeptur der zu testenden Produkte vorübergehend veredelt, um im Test besser abzuschneiden. Nach Veröffentlichung der Testergebnisse seien sie dann zur alten Rezeptur zurückgekehrt, natürlich ohne das öffentlich zu machen. Wahrscheinlich werben sie jetzt mit dem guten Abschneiden im Test auf Produkten, die nach der alten Rezeptur hergestellt werden, die eben nicht getestet wurde.

Das ist so bedauerlich wie nachvollziehbar. Die Hersteller werben natürlich gerne mit guten Testergebnissen, weil das den Absatz ankurbelt. Dass sie dabei alle halbwegs legalen Tricks anwenden, um mit ihren Produkten gut dazustehen, versteht sich. Dass ethische Bedenken dabei kaum eine Rolle spielen, nimmt auch nicht wunder. Die wollen ja Den Rest des Beitrags lesen »