Einparkhilfe

Eine ganz einfache Low-Tec-Lösung für das Problem dieses Falschparkers: Man sollte beim Einparken merken, ob alle vier Räder in ihrer jeweiligen Kuhle gelandet sind. In gewissem Maß könnte das sogar die Handbremse überflüssig machen…

Hier nochmal aus anderem Blickwinkel.

 

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Gestolpert

Neulich bin ich auf Spektrum.de über einen Text gestolpert, wo in der Einleitung etwas nicht stimmt. Es ist eigentlich keine große Sache, aber ich störe mich an sowas dann doch. Das sieht so aus:

Erdnüsse, Fisch oder Eier – über 170 allergieauslösende Nahrungsmittel sind bekannt. Doch ihr Ursprung ist oft noch ungeklärt, und eine Heilmethode gibt es nicht. Wir beantworten die wichtigsten Fragen über die Volkskrankheit (Screenshot)

Man weiß also von „über 170 allergieauslösenden Nahrungsmitteln“ nicht, wo sie herkommen? Das glaube ich kaum. Was man hier nicht weiß ist natürlich, wo die Allergien herkommen bzw. wie diese Nahrungsmittel Allergien auslösen.

Rein grammatisch bezieht sich der zweite Satz auf Nahrungsmittel, inhaltlich spricht er aber über die von den Nahrungsmitteln ausgelösten Allergien. Erstaunlicherweise ist der Text trotzdem gut verständlich. Man muss nicht lange nachdenken, um ihn zu verstehen, aber fehlerhaft formuliert ist er doch.

Ich finde es wichtig, sich einigermaßen präzise auszudrücken. Oder genauer: Möglichst genau das zu sagen, was man sagen will. Was man sagt oder schreibt sollte vor allem an den Stellen präzise, grammatisch korrekt und folgerichtig sein, an denen wichtige Aussagen stehen; der für das Verständnis der Aussage nicht wesentliche Rest kann ja ruhig vage bleiben.

Nun muss man, um präzise formulieren zu können, was man sagen will, Den Rest des Beitrags lesen »


Das gibt’s heute gar nicht mehr…

Früher war bekanntlich alles besser. Vor allem gab es noch das gute alte Handwerk. Berufe, die heute nicht mal mehr im Duden stehen. (Ich kann jetzt keinen nennen, die stehen ja eben nicht mehr im Duden, und aus dem Kopf kenne ich – meiner späten Geburt sei’s geklagt – keinen Beruf, den ich hier beiläufig einflechten könnte. Nachttopfmacher vielleicht, oder Weinflaschenverkorker, oder Kurfürstlicher Steigbügelhalter, obwohl das eher nach Titel klingt als nach Beruf, aber egal. Wikipedia hat natürlich Abhilfe.)

Die Handwerke, die es noch gibt, sind großenteils im Niedergang begriffen. Wer braucht noch Klempner, wenn man Badezimmer- und Küchenarmaturen im Diskonter kauft und die Plastikschläuche selbst festschraubt? Wer braucht Maler, wenn es von Fußleisten über Lichtschalter und Kleistermaschinen bis zur Wandfarbe alles im Baumarkt gibt und Renovieranleitungen dazu im Internet?

Das Abendland verkommt zu einer Heimwerkerwüste, wo überall nur noch gepfuscht und gemurkst wird. Bestimmt ist das Absicht, wir werden heimtückisch manipuliert – wer heimwerkt, kommt nicht auf dumme Gedanken, und wer mit angesägten Fingern in der Notaufnahme sitzt, macht keine Revolution.

Jedenfalls bleibt die gute alte Zeit dabei auf der Strecke. Es mag sie zwar noch geben, die guten Dinge, aber wer kann Den Rest des Beitrags lesen »


Armbanduhr a. D.

Vor Jahren habe ich mir in einem Anfall von Hybris eine „gute“ Uhr geleistet. Von Mühle in Glashütte, schlicht mit Leuchtziffern auf schwarzem Ziffernblatt, Viertelsekundenzeiger und einfachem Datum auf der Position der Drei. Dieser Kauf war keineswegs als Begründung einer Familientradition wie in der kitschigen Werbung von Patek Philippe gedacht, gar als Erbstück für etwaige Urenkel, sondern als Anschaffung für mich selbst. Bis dahin hatte ich immer eher billige und entsprechend kurzlebige Uhren gehabt. Die wenigsten hatten überhaupt bis zum zweiten Batteriewechsel durchgehalten, und ich war es leid. Ich wollte einfach keine Uhren mehr kaufen. Daher die Entscheidung für ein Qualitätsprodukt.

Nun ist „gute“ Uhr hier natürlich relativ zu sehen. Der Preis von damals knapp 500 Euro dürfte in der ganz eigenen Welt der Horlogerie kaum die Wahrnehmungsgrenze erreichen, so mancher Schmuck- und Uhrenhändler hätte sowas allenfalls als Einsteigermodell auf dem Grabbeltisch angeboten. Nichtsdestotrotz war es eine schöne mechanische Uhr mit automatischem Aufzug. Robust sei sie, hatte mir der Uhrmacher erzählt, eine Sportuhr, die halte schon was aus. Und genau das wollte ich: Den Rest des Beitrags lesen »