Von der Dunkelheit

Neulich gesehen:

Das klingt – wie viele solche Kalendersprüche – erstmal beeindruckend. Und dann kommen erste Zweifel – die Sterne scheinen ja auch, wenn es drumherum hell ist. Eine Kerze verbreitet ihr Licht völlig unabhängig davon, ob sie in einem dunklen Keller brennt oder im prallen Sommersonnenlicht.

Ob man das Licht sieht, ob man das so oder so vonstatten gehende Scheinen also wahrnimmt, ist eine andere Frage, und darauf zielt der vermutlich jugendliche Filzstiftartist mit seinem Sternenspruch sicher ab. Wenn’s hell ist, Den Rest des Beitrags lesen »


Herzlich

Heute hängt man ja signierte Vorhängeschlösser an Brückengeländer, um sich ewige Liebe zu schwören. Früher hat man eher Initialen und Herzen in Bäume geschnitzt. Das ist – finde ich – viel romantischer und trägt auch der Lebenswirklichkeit besser Rechnung.

So ein Schloss korrodiert vor sich hin. Es ist dann nur noch ein rostiger Metallklotz, der nicht mehr funktioniert und hässlich aussieht. Der Baum dagegen wächst, das in die Rinde Geschnitzte verändert sich, geht früher oder später aus der Form, wächst sich vielleicht sogar aus, wird von neuen Graffiti (oder wie heißt das jetzt, wenn nicht gemalt bzw. gesprüht sondern geschnitzt wird?) überdeckt, ist ein im weitesten Sinne lebendes Ding. Und fast immer einmalig:

Am Nachbarbaum gab es mehr von der Sorte, ganz ausführlich Den Rest des Beitrags lesen »