Nur mit gültiger Fahrkarte

Vor einer Weile habe ich über das Bahnfahren ohne gültigen Fahrausweis geschrieben. Genauer gesagt, über die Formulierung von Ermahnungen an Fahrgäste, doch bitte lieber eine Fahrkarte zu lösen, weil ohne Fahrkarte erwischt zu werden teuer und unangenehm ist. Anlass war ein etwas langatmiger Text dieser Art, der zu winkeladvokatischen Verdrehungen geradezu einlädt.

Später habe ich dann eine Serie vielleicht fast ein bisschen unfreundlich, aber immerhin halbwegs klar und wasserdicht formulierter Aufkleber vorgestellt vorgestellt. Die schwarze Version hatte noch überflüssigen Ballast, die rote Version war knapp und auf den Punkt.

Jetzt habe ich in einer Regionalbahn einen schon etwas älteren Aufkleber gefunden, der klar und deutlich, sachlich und dabei nicht unfreundlich formuliert ist:

Das, muss ich sagen, finde ich gelungen.

Und das hier auch:

Da weiß man, worauf man sich einlässt.

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Schwarzer Tag, Rote Karte

Öffentliche Mitteilungen so wasserdicht zu formulieren, dass kein Schlaukopf eine Lücke und kein naseweiser Blogger was zu lästern findet, ist gar nicht so einfach. Ich denke da an die Hinweise, in denen ÖPNV-Unternehmen der werten Kundschaft mitteilen, dass es nicht gern gesehen wird, wenn jemand ohne gültigen Fahrschein mitfährt und man solches Verhalten deshalb durch eine Strafe von 40 Euro ahndet.

Das ist ein einigermaßen unangenehmes Thema und man bewegt sich dort auf vermintem Gelände – einerseits muss die Botschaft unmissverständlich formuliert werden, andererseits will man der Kundschaft nicht mit der pauschalen Unterstellung des Schwarzfahrenwollens auf den Schlips treten. Das führt zu gelegentlich recht gewundenen Formulierungen. Vierzig Euro seien viel Geld, heißt es da etwa, und nach den Allgemeinen Beförderungsbedingungen müsse man leider Den Rest des Beitrags lesen »