Integration

Neulich in einem großen Elektronik-Markt. Zwei Kassiererinnen unterhalten sich auf Russisch, während sie ziemlich zügig die Kundenschlange abarbeiten. Sie sprechen über irgendwelche Standardsituationen in ihrem Team, wo es immer wieder Reibereien zu geben scheint.

Das Gespräch plätschert eine Weile vor sich hin: Dann sagt der x das, und der y hält dagegen, und dann meint der x wieder usw. Dann fällt der folgende Satz: А Марина всегда ауфрег…уется… (A Marína wsegdá aufrég…uetsja… – Marina regt sich immer auf…)

Wir haben also eine Konversation in russischer Sprache, in der ein deutsches Verb in russischer Flexion vorkommt. Sogar Den Rest des Beitrags lesen »


Kannste so machen…

… dann ist es halt Kacke.

Meine Frau hat mir eine Postkarte geschenkt, auf der dieser Spruch steht. Aus gutem Grund, es passt nämlich ganz gut. Ich habe bei ganz vielen Sachen ziemlich detaillierte Vorstellungen davon, wie es gehört und vor allem wie es nicht gehört. Wenn ich mich Dingen ausgesetzt finde, die aus meiner Sicht nicht so gehören, leide ich bzw. kriege ich schlechte Laune.

Das ist dann kein Theater von mir, keine komische Übertreibung, sondern völlig echt. Es gibt „falschgemachte“ Dinge, die ich – ohne mich unnötig kaprizieren zu wollen – einfach nicht gut abkann. Brauchen ohne zu zum Beispiel, oder lauwarmen Tee, Falten in den Socken, dämlich-aufdringliche Werbung oder Hefeteig mit Zitronenschalenaroma. An guten Tagen stecke ich das noch ganz gut weg, aber wenn ich müde, im Stress oder sonst irgendwie nicht auf der Höhe bin, macht mich das fertig.

Anderes könnte mir egal sein, ärgert mich dann aber trotzdem, wenn es nicht richtig gemacht wird. Wenn nämlich jemand offensichtlich ein bestimmtes Ergebnis erzielen will, das ganze aber falsch anpackt und es (jedenfalls mir) von vornherein klar ist, dass sich das gewünschte Ergebnis nicht einstellen wird. Wenn jemand z.B. einen riesigen Einkauf in einem winzigen Kofferraum unterbringen will und durch undurchdachtes Packen jede Menge Platz verschenkt. Da bleibt dann jede Menge Zeug übrig, man muss Den Rest des Beitrags lesen »