Zweitakter

Wenn ich was nicht abkann, sind das Laubbläser. Und Mopeds. Überhaupt Zweitaktmotoren – meistens laute, stinkende Nervensägen. Aber vor allem Mopeds und Laubbläser.

Wo wir von Zweitaktern sprechen, Rasenmäher gehen ja noch, wenn sie nicht zu nahe sind. Die machen zwar auch Lärm, aber die klingen oft eher sonor und laufen meistens ziemlich monoton, bis das aktuelle Stück Rasen gemäht ist. Das Geräusch kann ich deshalb meistens ganz gut ausblenden. Gelegentliche Drehzahländerungen an Bodenwellen oder besonders hartnäckig bewachsenen Stellen sind verschmerzbar, ebenso die regelmäßigen Pausen zum Ausleeren der Grasschnittauffangvorrichtung. Insgesamt kann das Geräusch einen ähnlich entspannend-einschläfernden Effekt haben wie ferne Flugzeugmotoren am wolkenlosen Sommerhimmel im Freibad. (Obwohl, weniger Rasen und mehr Blumenwiese ist sowieso besser. Die muss man auch nur ein- oder zweimal im Jahr mähen, und dafür ist die klassische Sense ohne Motor oder Internet das bessere Werkzeug.)

Mopeds sind da andere Kost, da ist schon das dünne, nervöse Geräusch des laufenden Motors für sich nervtötend, und wenn die Leute dann zwiebacksägend die Straßen rauf- und runterkacheln, bei jeder Gelegenheit das Gas bis zum Anschlag aufreißen, um sich an der enormen Beschleunigung zu berauschen überhaupt irgendwie vom Fleck zu kommen, und dann an jedem Gullydeckel wieder bremsen müssen, um nicht abgeworfen zu werden, ist das für mich ein Gipfel an Nervigkeit (Fahrradfahren ist sowieso in jeder Hinsicht besser).

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