Unsterblichkeit

Viele Leute sind ja der Meinung, es gebe keine Seele, schon gar keine unsterbliche solche. Andere sind dagegen überzeugt, es müsse eine geben, wie auch immer sie im Detail aussehen mag.

Religiöse sehen den Menschen als ein Wesen, dem der Odem Gottes in irgendeiner Form innewohnt. Als ein Wesen, das nur aufgrund dieses göttlichen Odems überhaupt am Leben sein kann. Die Persönlichkeit, das Bewusstsein oder eben die Seele wäre demnach unabhängig vom Körper und nicht per se an ihn gebunden.

Skeptiker sehen den Menschen dagegen wohl eher als sehr komplexen Apparat, der sich ohne göttliche Intervention durch die beständige Ausführung vieler ineinandergreifender, aufeinander bezogener biochemischer Prozesse am Laufen hält, andauernd selbst erneuert und einigermaßen beständig, also arterhaltend, fortpflanzt. Persönlicheit und Bewusstsein und alles, was unter Seele subsummiert wird, wäre demnach eine Funktion des Körpers und könnte ohne diesen nicht existieren.

Skeptiker müssten deshalb wohl zwangsläufig auch der Meinung sein, mit dem Tod sei für den betreffenden Menschen alles vorbei, das Selbst erlösche, sei nicht mehr vorhanden. Mit dem Zerfallen der sterblichen Hülle sei es das dann gewesen. Religiöse haben dagegen verschiedene Vorstellungen über ein Leben nach dem Tod, Wiedergeburt, Reinkarnation, Himmel und Hölle, was auch immer.

Das hat gelegentlich absurde Folgen, wenn etwa versucht wird, den Körper zu konservieren oder ihn zumindest nicht zu zerstören, damit er für eine spätere Reinkarnation möglichst intakt bereitsteht. Egal, ob die alten Ägypter sich vor Jahrtausenden nach Möglichkeit haben mumifizieren lassen oder ob christliche Kirchen Den Rest des Beitrags lesen »