Sprachlos (3)

Verkehrsschild "286 StVO, eingeschränktes Haltverbot" mit durchsichtigen Resten eines daraufgeklebten Schildes (wie man es anlässlich von Umzügen o.ä. auf solchen Schildern gelegentlich findet)

Ein Schild sagt mehr als tausend Worte…

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Protest

Anders als anderswo hat man sich hier buchstabengenau an das Verbot gehalten und das Fahrrad nicht angekettet. Dass es den Verbietenden ziemlich sicher nicht um die technische Ausführung des Schlosses (also etwa Ketten- im Gegensatz zu Kabel-, Bügel- oder Faltschloss) ging, sondern um das Freihalten dieses Zaunabschnittes, hat man geflissentlich ignoriert.

Bevor das Schild dort hing, habe ich an der Stelle übrigens nie ein abgestelltes Fahrrad gesehen, und es ist auch nicht so, dass da ständig verzweifelte Radfahrer Den Rest des Beitrags lesen »


Rauchen und Zutritt streng verboten

zutritt_und_rauchen_streng_verboten

Hier mal eine Zerfallsspur von mir, hatte ich ja länger nicht mehr


So nicht!

Mir ist nicht ersichtlich, warum das Abstellen von Fahrrädern dort verboten ist – die Räder stehen niemandem im Weg. Bis zur nächsten Hauswand ist massig Platz (wir sind hier auf dem Kaiserring direkt vor dem Mannheimer Hauptbahnhof, da passt mindestens ein Volleyballfeld zwischen das Geländer und die nächste Hauswand, mit Platz für Zuschauer drumherum) und ich sehe wirklich nicht, wer sich durch hier abgestellte Räder gestört, beeinträchtigt oder behindert fühlen könnte. Und schön Den Rest des Beitrags lesen »


Leere Drohung

Manchmal laufen Bahnstrecken durch Städte, und nicht immer kann man sie in Gräben oder Tunneln verstecken oder auf Stelzen aus dem Weg räumen. Dann gibt es – je nach Art und Dichte der Besiedlung – entlang der Strecke Bahnübergänge, in der Regel mit Schranken, weil es zu aufwändig wäre, für jede zweite Wohnstraße eine Brücke zu bauen, man aber auch nicht ganze Stadtviertel durch die Geleise zerschnitten haben will wie durch einen Fluss, wo es nur alle paar Kilometer eine Brücke oder Fähre gibt.

Ich kenne so einen beschrankten Bahnübergang in einer Wohngegend, wo neben der Schranke ein Schild mit der folgenden Aufschrift hängt:

ACHTUNG LEBENSGEFAHR!

Das Überqueren der Gleise bei
Rotlicht sowie geschlossenen Schranken
ist strengstens verboten!

Dies stellt einen Verstoß
gegen §19 und §45 der StVO dar und
wird in allen Fällen zur Anzeige gebracht.

Dazu – immerhin ist dies ein Blog mit ausgeprägter Neigung zur Haarspalterei – Den Rest des Beitrags lesen »


Hier könnte Ihr Plakat hängen

Es wird ja häufig die in Deutschland vorherschende Verbotskultur beklagt. Alles und jedes ist verboten. Und wenn nicht verboten, dann doch grotesk überreguliert. Man kann hier kaum atmen, heißt es dann, es sei spießig und eng, zumal die Durchsetzung der Verbote mit der angeblich typisch deutschen ruthless efficiency durchgezogen wird. Die Ordnungsämter, weiß man, kennen (fast) keinen Spaß.

Dabei gibt es auch Lücken, etwa dass auf Autobahnen zunächst keine Geschwindigkeitsbegrenzung herrscht. Man kann fahren, was die Kiste hergibt, wenn der Verkehr das erlaubt, was er angesichts des unaufhaltsam wachsenden Verkehrsaufkommens nur selten tut, aber das ist ein anderes Thema; und natürlich wenn nicht aus diesen oder jenen Gründen für ein paar Kilometer dann doch eine Geschwindigkeitsbegrenzung verhängt wurde, was immer häufiger geschieht, sodass die geschwindigkeitsunbeschränkten Autobahnabschnitte schrumpfen. Man darf dort also vom Grundsatz her rasen, wenn das auch längst nicht (mehr) überall tatsächlich möglich oder erlaubt ist.

Aber trotzdem, es gibt sie, diese riesige, weltberühmte Verbotslücke. (Angeblich sollen sogar Reiseveranstalter in China, den USA und anderswo Den Rest des Beitrags lesen »