Wörter, die drölfzigste

Nach Jahr und Tag nun wieder ein paar sortierte Wörter, die gefühlt drölfzigste, tatsächlich erst vierte Folge.

Wörter die ich nicht ausstehen kann:

Pubertier für pubertierende Heranwachsende. Das mag witzig klingen und ist als launische Verbalisierung des pubertätsbedingten Leidensdrucks in der Eltern-Kind-Beziehung auch durchaus verständlich. Aber trotzdem, meine Kinder sind keine Tiere, und ich mag sie nicht so nennen, auch nicht zum Spaß und schon gar nicht in angespannten Zeiten.

vermögen für können: Er hat dies oder das zu tun vermocht o.ä. Das ist so eine Marotte in journalistischen Texten, ähnlich wie das allgegenwärtige & Co., wenn jemand die Möglichkeit andeuten möchte, dass die davor erfolgte Aufzählung womöglich nicht ganz vollständig sein könnte, v.a. wenn der Text in dem beliebten locker-flockig-humorigen Tonfall gehalten ist, der Feierabendtauglichkeit und Nahbarkeit signalisiert.

Aber zurück zu vermögen – ich weiß gar nicht, wo man Den Rest des Beitrags lesen »


Wörter (3)

Kuriose Wörter (für, natürlich, durchaus vernünftige Dinge), zufällig gefunden:

Schlagschott
Schwallblech

Wörter, die ich einfach mag:

bewerkstelligen
verabfolgen

Was bisher als falsch galt:

das Klientel (auch wenn ich das letztesmal schon angeführt hatte, hier dient es als elegante Überleitung, deshalb bitte ich, die Wiederholung zu entschuldigen.)

Das wird in letzter Zeit immer häufiger, auch in Qualitätsblättern wie der Zeit. Für mich fühlt sich das eindeutig falsch an; eigentlich hieß es immer und laut Duden bis heute und nur die Klientel.

Zu meinem Unbehagen wegen dem falschen Genus von Klientel möchte ich allerdings noch Den Rest des Beitrags lesen »


Wörter (2)

Es hat sich wieder was angesammelt.

Wörter, die ich auch nicht mag:

Umtrunk (das Wort, nicht die Veranstaltung, die kann alles zwischen unerträglich und recht nett sein)

Knolle (wenn das Wort in journalistischen Texten als Synonym für Kartoffel verwendet wird, noch schlimmer und eigentlich unsäglich ist tolle Knolle oder so. Noch schlimmer finde ich es nur, ergänzt meine Frau, wenn sie -ideen oder, noch viel schlimmer, & co. an was dranhängen. Kartoffel & co – pfiffige Rezeptideen für die tolle Knolle. Das ist mein Cleaning Woman!, da werde ich zum Hulk.)

Nuff said (den Ausdruck, nicht das damit Ausgedrückte, wenn man nämlich meint, das bisher Gesagte reicht aus bzw. spricht für sich und muss Den Rest des Beitrags lesen »


Lieblingswörter

Es gibt Wörter, die ich nicht mag, über die ich mich ärgere und die ich nach Möglichkeit vermeide. Und es gibt Wörter, die ich gern mag. Das heißt nicht, dass ich die unbedingt häufig verwende, aber ich freue mich, wenn sie mir hin und wieder begegnen.

Eines davon ist umständehalber. Das findet man wohl fast nur in Kleinanzeigen – xy umständehalber abzugeben. Das dahinterstehende Konzept hat ein bisschen was von Amtsstube, Ärmelschoner und und Kehrwoche. Man könnte Den Rest des Beitrags lesen »


Wörter

Vor Jahren hatte ich aus einem längst vergessenen Anlass angefangen, eine Liste mit Wörtern zusammenzustellen, die ich nicht mag. Und dazu eine mit Wörtern, die ich mag. Seitdem haben diese unvollendeten Listen halbvergessen auf meiner Festplatte gelegen und elektronischen Speicherstaub gesammelt, bis Onkel Michael Ende vergangenen Jahres seinen genau gleich überschriebenen Artikel über genau solche Wörter gebracht hat.

Ich nehme das zum Anlass, meine beiden (jetzt noch schnell Den Rest des Beitrags lesen »