Alle Jahre wieder

Manche Sachen macht man nie rechtzeitig. Man rafft sich nicht auf, schiebt es vor sich her und fängt dann immer zu spät an. Dann wird es eng, knapp und stressig.

Es gibt die Art gerade noch rechtzeitig, wo man genau weiß: Jetzt muss jeder Handgriff sitzen, darf kein Fehler passieren, dann reicht es punktgenau. Wie bei der Formel 1, wo der ideale Motor das Rennen über volle Leistung bringt und auf der Ziellinie zerfällt.

Die Steuererklärung zum Beispiel. Jedesmal denke ich, nächstes Jahr fängste rechtzeitig an. Im Frühjahr, sobald die Bescheinigung vom Arbeitgeber da ist. Ist ja eigentlich auch kein Ding – den nötigen Papierkram sammele ich ja sowieso immer an einer Stelle, das ist also alles griffbereit. Das Elster-Update ist auch in Minuten runtergeladen. Ein Bier, eine CD, mein PC und ich, und das Ding ist im März im Kasten. Also, könnte. In echt schaffe ich die Steuererklärung manchmal sogar vor Ende Mai, öfter aber zu spät (obwohl, in aller Regel vor der ersten Mahnung).

Oder der Urlaub. Diesmal Den Rest des Beitrags lesen »

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Nun weihnachtet’s wieder

Man kann ja zum Advent stehen, wie man will. Man kann sich als Atheist daran stören, dass der Advent und sein Höhepunkt, Weihnachten, überhaupt gefeiert werden. Man kann sich als Christ daran stören, dass die Geburt Jesu derart kommerziell ausgeschlachtet wird. Man kann sich als Muslim, Hindu, Buddhist, Heide oder Spagettimonsterianer wünschen, dass statt Advent andere Feierlichkeiten im öffentlichen Bewusstsein präsenter werden.

Als Anbeter des freien Marktes kann man sich ärgern, dass im Weihnachtsgeschäft jedes Jahr so viel Geldmachpotenzial ungenutzt bleibt, weil die Werber zu ungeschickt, die Gewerbetreibenden zu zaghaft und die potenziellen Kunden zu kaufunlustig, anreizresistent oder werbeverdrossen sind.

Aber egal, was man nun vom Advent hält, es dürfte weltanschauungsübergreifend weitgehend Einigkeit darüber herrschen, Den Rest des Beitrags lesen »