Memento mori

memento_mori

Ein voll funktionstüchtiger Dyson Airblade. Die Installation spielt subtil mit postapokalyptischen Designelementen. Im Hintergrund intoniert ein flüsternder Sprechchor: Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden. Ein unerwartetes memento mori in der Toilette im Badischen Bahnhof zu Basel.

Advertisements

Lose Enden

Das Abendland geht ja regelmäßig unter. Nicht nur gibt es seit bald 2000 Jahren immer wieder offizielle, halboffizielle oder ketzerische Termine für den Weltuntergang, der natürlich auch das Abendland mit hinwegfegen würde. Auch eine Nummer kleiner, nämlich auf das Abendland selbst beschränkt, droht ständig Gefahr. Die verkommene Jugend ist seit Sokrates eigentlich ständig dabei, das Abendland dahinzuraffen. Gut, zu Meister Sokrates Zeiten gab es das Konstrukt Abendland in der Form wohl noch nicht, aber die Denkart an sich war damals schon etabliert.

Die jeweils aktuellen Entwicklungen in Politik, Wissenschaft, Kunst und Musik sind seit weit über tausend Jahren ständig im Begriff, das Abendland in ein frühes Grab zu bringen. Spätenstens die Einführung der Buchdruckerkunst mit beweglichen Lettern, der Dampfmaschine, des elektrischen Lichts, des Telefons, des Autos, des Radios, des Fernsehens, des Internets würden, da war man sich jeweils sicher, dem geschundenen Abendland dann wirklich endlich den langherbeigefürchteten Garaus machen. Alternativ Den Rest des Beitrags lesen »


Magische Tage und anderer Unsinn

Der 12.12.12. ist von einem täglich erscheinenden Blatt mit sehr großen Überschriften (Tageszeitung mag ich nicht sagen, das wäre eine Beleidigung für die meisten Tageszeitungen des deutschen Sprachraums mit Ausnahme einer Handvoll ähnlich gestrickter Brüllblätter) auf der Titelseite zum magischsten Tag des Jahres ausgerufen und im Inneren auf einer vermutlich niedrigen zweistelligen Zahl der dort üblichen Stummelzeilen „erklärt“ worden.

Die Schreibweise macht natürlich was her: 12.12.12. Besser war nur der 11.11.11. Aber das heutige Datum ist auch nicht ohne. Da hat man zweimal die gleiche Gruppe aus vier Ziffern hintereinander: 20.12.2012, oder dreimal, wenn man die richtige Uhrzeit noch dazunimmt. Da versteht es sich von selbst, dass ich diesen Artikel heute um 20:12 Uhr online stelle, auch wenn man die Uhrzeit in dem von mir derzeit verwendeten WordPress-Profil nicht sieht. So ein Datum muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: 20.12.2012 um 20:12 Uhr. Das schreit ja geradezu nach kabbalistischen Spielereien. Von denen gibt es aber sowieso schon viel zu viele, ich werde an dieser Stelle deshalb Den Rest des Beitrags lesen »


Nochmal Weltuntergang

Seit geraumer Zeit wird viel über den Weltuntergang fantasiert, den die Maya im 9. Jh. angeblich für den 21. Dezember 2012 vorhergesagt haben. Es kursieren auch mehrere Ausweichtermine und alternative Gründe für den Weltuntergang, etwa Kollisionen oder Beinahekollisionen der Erde mit dem Asteroiden Apophis oder dem mit Sicherheit nicht vorhandenen unbekannten Planeten. Das hat weiter nichts zu bedeuten, verschobene bzw. ausgefallene Weltuntergänge haben im christlichen Abendland eine lange Tradition. Solche Weltuntergangsdaten sind auch nicht die einzigen Termine mit eher losem Realitätsbezug. Fertigstellungs- und Eröffnungstermine egal von was werden ebenso wie die projektierten Kosten in aller Regel nicht eingehalten. Es gehört fast schon zum guten Ton, derartige Termine mindestens einmal zu verschieben.

Black Mesa etwa, ein Nachbau des nicht mehr ganz aktuellen Computerspiels Half-Life, ist jetzt nach (hüstel) lediglich acht Jahren Entwicklungszeit und ständigen Vertröstungen dann doch fast fertig und schon mal veröffentlicht worden, wenigstens vorläufig. Vorläufig heißt hier soviel wie unvollständig, die fehlenden Kapitel werden demnächst nachgereicht, ganz bestimmt!

Relativ sicher Den Rest des Beitrags lesen »


Das Ende ist noch näher!

Eigentlich wissen wir es alle: Das Ende ist nah. Die Maya haben uns gewarnt, aber einige wollen es partout nicht wahrhaben. Deswegen haben wir jetzt eine weitere Warnung erhalten, wohl von den Maya, aber vielleicht waren es auch Außerirdische. Jedenfalls ist gestern nacht eine Bahnhofsuhr in Nordbaden um fünf vor zwölf stehen geblieben:

Das muss doch ein Zeichen sein, eine Warnung. Vielleicht die letzte! Ich habe es heute morgen mit eigenen Augen gesehen. Es ist fünf vor zwölf! Fünf vor zwölf ist fast vorbei! Noch ist es nicht zu spät, noch können wir das Steuer herumreißen und den von den Maya für 2012 angesetzten Weltuntergang zusammen feierlich begehen. Falls es mit dem Weltuntergang nicht doch wieder Terminschwierigkeiten gibt…


Das Ende ist näher!

Eigentlich hätte am 28. Oktober die Welt untergehen sollen. Das hat erwartungsgemäß nicht geklappt. Am 21. Dezember 2012 geht dafür aber angeblich der Maya-Kalender zuende, und mit ihm dann ganz bestimmt auch die Welt. Letztere vielleicht auch erst 2023, allerspätestens aber 2029. Da hätten wir noch ein bisschen Zeit, den Asteroiden (99942) Apophis abzuschießen, sonst erwischt der uns 2036 dann womöglich doch noch (obwohl das nach Meinung der Fachleute extrem unwahrscheinlich ist). Nichtsdestoweniger rückt das Ende der Welt natürlich mit jedem verfließenden Tag einen Tag näher, wenn man es sich einfach mal als einen konkreten Termin denkt, der sich aus (uns überwiegend unbekannten oder noch nicht verstandenen) Prozessen oder Parametern ergibt. Ob das tatsächlich der Fall ist, wissen wir natürlich nicht, und bislang hat uns kein allwissender Erzähler darüber aufgeklärt.

Wie das Ende der Welt schließlich aussieht, weiß darum natürlich auch niemand, aber es gibt jede Menge phantastische Szenarios zum Thema, der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Gern werden Den Rest des Beitrags lesen »


Das Ende ist nah!!!

Das Ende der Welt wird ja regelmäßig angekündigt. Sekten, religiöse Gemeinschaften, Nostradamus-Exegeten und alle möglichen Esoteriker gehen immer wieder mit mehr oder weniger konkreten Daten an die Öffentlichkeit. In letzter Zeit hört man viel vom Maya-Kalender, demzufolge die Welt angeblich am 21. Dezember 2012 untergehen soll. Nach einer etwas weniger drastischen Lesart sollen die Maya für dieses Datum einfach nur große Umwälzungen vorausgesagt haben. Manche vertreten auch die Meinung, in Wirklichkeit sei der 28. Oktober 2011 der große Tag*. Das ist sehr elegant, weil man dann auch gleich eine hübsche Verschwörungstheorie unterbringen kann: Die „Systemmedien und ihre Politikervasallen“ (natürlich insgeheim gesteuert von ihnen, d.h. von denen, die auch für die Streifen am Himmel verantwortlich sind, unsere Gedanken lesen und am 11. September 2001 die Twin Towers in New York gesprengt haben) schreiben über ein ausgedachtes, späteres Datum und verschweigen uns das wirkliche, früher liegende Ende der Welt, damit die Welt im Oktober 2011 unvorbereitet vor vollendeten Tatsachen steht. Warum die Medien und die Politiker das tun sollten, bleibt unklar. Wenn die Welt tatsächlich demnächst untergehen sollte, dürfte es keinen großen Unterschied machen, ob das nun ein Jahr früher oder später passiert. Die Propheten beider Daten würden mit untergehen, und das letzte Hemd hat keine Taschen.

Andererseits sollen die Maya vorausgesagt haben, dass es in Frankreich eine Art UFO-Bahnhof geben wird, von wo Den Rest des Beitrags lesen »