Wie handgeschöpft

Manchmal kommt die Frage auf, ob Handarbeit oder Maschinenarbeit die besseren Produkte hervorbringt. Das ist gar nicht so trivial wie man glauben könnte – man muss ja überhaupt erst definieren, was unter „besser“ zu verstehen ist. Preis, Zuverlässigkeit, Haltbarkeit, Qualität sind naheliegende Kriterien. Das Spektrum zwischen Gleichförmigkeit und Einzigartigkeit. Sinneseindrücke und die Bedeutung, die man ihnen beimisst.

Der Blickwinkel ist für die Beurteilung auch noch wichtig – Hersteller werden Den Rest des Beitrags lesen »

Werbeanzeigen

Kluge Köpfe, Kulturkontakte, klares Bild

Mir ist neulich ein Buch von Eugen Roth in die Finger gekommen: Ernst und heiter, erschienen 1961 im Deutschen Taschenbuch Verlag. Am Ende des Buches finden sich drei ganzseitige Werbeanzeigen. Das war eine Weile lang üblich, jedenfalls in Taschenbüchern mancher Verlage; ich erinnere mich an bescheuerte, halbgar an die jeweilige Textstelle im Buch anknüpfende Sparkassenwerbung in irgendwelchen Jugendbüchern der 70er und vielleicht auch noch 80er Jahre.

Hier empfehlen sich drei große deutsche Zeitungen Den Rest des Beitrags lesen »


Nebenbei bemerkt … (3)

… war es witzig, als ich neulich von einem Laden, wo ich seit einer handvoll Jahren nichts mehr gekauft habe, plötzlich persönlich adressierte Werbung für eine Sonderverkaufsaktion mit einem Treuebonus kriegte. Treuebonus, haha. Ich hab’s ausgehalten, dort nicht hinzugehen.


Erlebnisse

Irgendwie kann man kaum irgendwo irgendwas einkaufen, ohne dass man irgendwelchen Kram angeboten aufgedrängt kriegt. Das mancherorts übliche Gummibärchen für’s Kind an der Supermarktkasse ist ja ok, aber alles andere muss nicht sein.

Beinahe an jeder Kasse muss man mitteilen, dass man keine Paybackpunkte sammelt. In einer Reihe von Ketten wird man jedesmal gefragt, ob man die Kundenkarte hat; wenn nicht, ob man sie vielleicht will. Wenn man nicht sehr schnell und entschieden mit nein antwortet, werden oft auch gleich noch schnell die vielen allgemeinen Vorteile der Kundenkarte sowie die brandaktuellen Neukundenrabatte zum Sofortmitnehmen aufgezählt.

In den Filialen einer großen Drogeriekette wird man bei fast jedem Bezahlvorgang gefragt, ob man vielleicht noch eine Kleinigkeit aus dem Grabbelglas neben der Kasse mit irgendwelchem Ramsch für 50 Cent kaufen will. Wenn dort gerade Badekugeln oder Tagescremepröbchen angeboten werden, kriege ich als Mann die allerdings nie vorgeschlagen, womit wir dann gleich noch stereotype Rollenbilder auf der Meckerliste haben.

Oft gibt es Sonderaktionen, auf die man an der Kasse natürlich hingewiesen wird. Da lauern sie einem im Laden auf und man kriegt Dinge zum Probieren angeboten – Salamischeiben, Schokoladenstücke, Biokäsecracker. Oder sie drücken einem ungefragt Pröbchen in die Hand – Duftwasser, Handcreme, Biokäsecracker. Im Coffeeshop Den Rest des Beitrags lesen »


Funke

Werbung wieder mal, hier für ein Smartphone. Ein raffiniertes Spiel mit Michelangelos Erschaffung Adams aus der Sixtinischen Kapelle. (Der arme Mann muss Den Rest des Beitrags lesen »


Kleinvieh macht auch Mist

Bevor ich mich nach Feierabend auf den Weg zum Bahnhof mache, schaue ich meistens auf der Abfahrttafel nach, ob alles pünktlich fährt (alternativ geht das auch hier sehr gut). Wenn da erhebliche Verspätungen angezeigt werden oder die Strecke gesperrt ist, gehe ich nicht zum Bahnhof. Statt dort stundenlang zu warten nutze ich die Zeit sinnvoll im Büro und fahre dann später, wenn sich alles wieder eingerenkt hat.

Neulich war laut Webseite der Bahn alles im Grünen. Ich also zum Bahnhof. Als ich so acht Minuten vor fahrplanmäßiger Abfahrt dort eintrudele, steht der vorige Zug meiner Linie noch auf dem Ausweichgleis, mit gut 20 Minuten Verspätung. Der hätte eigentlich ungefähr zu dem Zeitpunkt hier abfahren sollen, als ich vom Büro aus nachgeschaut habe. Muss also Den Rest des Beitrags lesen »


Kaugummi

Du willst der süßen Frau den Koffer in den Zug heben. Er ist zu schwer.
Zeit für ein selbstbewusstes Lächeln.
[Kaugummimarke] – time to shine.

Die übergewichtige Frau mit zwei quengelnden Kleinkindern muss natürlich Den Rest des Beitrags lesen »


Jetzt reisen

Nach ein paar Hundert Meter Fußweg durch die Stadt drängt sich der Spruch irgendwie auf…


Jetzt erst recht!

Trotz oder Gedankenlosigkeit?

Und: Warum das Verbot, wenn man es nicht durchsetzt? Egal, in neun von zehn Fällen wandert das Zeug sowieso direkt ins Altpapier. Sinnloser kann man Rohstoffe kaum verschwenden…


Werbehölle als einfaches Zwiebelschalenmodell

Werbepausen nerven mich und viele andere, Werbevorspanne auch. Gut, im Kino dient der Vorspann als Verspätungspuffer, ansonsten kann man während des Vorspanns noch was zu Trinken kaufen gehen oder nochmal auf die Toilette. Vom Fernsehen früher kennt man das ja auch – mancher hatte es zu wahrer Meisterschaft im Ausnutzen der Werbepausen und im Vorhersagen der gezielt unberechenbaren Längenunterschiede dieser Pausen gebracht. Das ist mit den heutigen Möglichkeiten, Sendungen aufzuzeichnen, über Werbepausen vorzuspulen oder Filme sowieso nur noch nach Bedarf zu streamen, weitgehend überflüssig geworden.

Aber man muss ja nicht einmal Den Rest des Beitrags lesen »