Jetzt reisen

Nach ein paar Hundert Meter Fußweg durch die Stadt drängt sich der Spruch irgendwie auf…

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Jetzt erst recht!

Trotz oder Gedankenlosigkeit?

Und: Warum das Verbot, wenn man es nicht durchsetzt? Egal, in neun von zehn Fällen wandert das Zeug sowieso direkt ins Altpapier. Sinnloser kann man Rohstoffe kaum verschwenden…


Werbehölle als einfaches Zwiebelschalenmodell

Werbepausen nerven mich und viele andere, Werbevorspanne auch. Gut, im Kino dient der Vorspann als Verspätungspuffer, ansonsten kann man während des Vorspanns noch was zu Trinken kaufen gehen oder nochmal auf die Toilette. Vom Fernsehen früher kennt man das ja auch – mancher hatte es zu wahrer Meisterschaft im Ausnutzen der Werbepausen und im Vorhersagen der gezielt unberechenbaren Längenunterschiede dieser Pausen gebracht. Das ist mit den heutigen Möglichkeiten, Sendungen aufzuzeichnen, über Werbepausen vorzuspulen oder Filme sowieso nur noch nach Bedarf zu streamen, weitgehend überflüssig geworden.

Aber man muss ja nicht einmal Den Rest des Beitrags lesen »


Stabgereimtes

Ein bekannter Hersteller von Körperpflegeprodukten wirbt auf manchen Duschgels mit dem folgenden Spruch:

3 in 1: Frische, Pflege, Feuchtigkeit

Nachweisen kann ich es nicht, aber ich vermute stark, dass das als Alliteration gemeint ist: Frische, Flege, Feuchtigkeit. In süddeutschen Mundarten funktioniert das nicht so richtig. Also, der Rhythmus bleibt natürlich erhalten, es spricht sich auch bei Pflege mit p gut hintereinander weg, aber die alliterative Klammer verliert ein Element und wird löcherig.

Viele Norddeutsche wissen ja nun gar nicht, dass sie nicht einfach reines Hochdeutsch sprechen, sondern Den Rest des Beitrags lesen »


Formeln, Komplexe, Technologien, Systeme

Körperpflege- und Kosmetikprodukte bevölkern eine ganz eigene Welt. Ihre Vermarktung ist eine besonders ergiebige Spielwiese für Wortschöpfer und Augenwischer. Was da so auf den Etiketten landet ist oft skurril.

Neulich ist mir aufgefallen, dass praktisch auf allen im Haushalt vorhandenen Gebinden mit irgendwelchen Formeln, Komplexen oder Systemen geprahlt wird, habe ich einen kurzen, völlig unsystematischen Streifzug durch zwei Drogeriemärkte gemacht und haufenweise Material geerntet. Bei sorgfältigerem Abgrasen der Regale hätte ich sicher noch ein paar interessante Funde gemacht, aber für den Anfang reicht es wohl auch so. (Außerdem wird man irgendwann schräg angeschaut, wenn man mit der Kamera durch die Gänge läuft und Produkte abfotografiert, darum habe ich die Aktion nicht allzusehr in die Länge ziehen wollen.)

Fangen wir mit Formeln an. Damit scheint übrigens nicht die nach bestimmten Regeln verdichtet dargestellte Information zur Zusammensetzung oder zum chemischen Aufbau bestimmter Inhaltsstoffe gemeint zu sein, sondern der betreffende Inhaltsstoff (oder die jeweilige, sagen wir, chemische Baugruppe) selbst. Jedenfalls kann man Den Rest des Beitrags lesen »


Sonderlocke (2)

Irgendwer (oder -was) fällt immer aus dem Rahmen.


Ellenbogengesellschaft

Immer wieder gibt es Werbeanzeigen für Notebooks, Internetprovider, Immobilienportale o.ä., wo eine glückliche Benutzerin oder Kundin dem Publikum vormacht, wie toll das alles ist. Ein typisches Szenario: Junge Frau liegt auf dem Bauch, die Ellenbogen aufgestützt, das Notebook vor sich und strahlt den Bildschirm oder die Kamera an. Gerne wird das in einem leeren, sonnendurchfluteten Zimmer auf glänzendem Parkett arrangiert, manchmal auf einem Designersofa, gelegentlich auch auf einer Terrasse, auf dem Rasen oder am Strand.

Gibt es überhaupt jemanden, der in dieser Position tatsächlich mehr als fünf Minuten surft? E-Mails liest und beantwortet? Sich gar ganze Filme so anschaut? Kann ich mir kaum vorstellen, dazu ist es doch viel zu unbequem. Da tun mir jedenfalls in Nullkommanix die Ellenbogen und der Rücken weh, und ich kriege einen steifen Nacken. Könnte ich nicht.

Schon als Kind habe ich es selten mehr als ein paar Minuten so ausgehalten (schlimmer ist nur Schneidersitz). Und wenn man sich auf die Ellenbogen stützt, ist die Bewegungsfreiheit der Arme deutlich eingeschränkt, da dürfte es dann eher anstrengend sein, den Touchpad zu bedienen, vom Tippen auf einer normalgroßen QWERTZ-Tastatur mal ganz abgesehen. Außerdem Den Rest des Beitrags lesen »


Geprüft

spielhallentuev

Der Dachverband „Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V.“ lässt die ihm angeschlossenen Spielhallen vom TÜV Rheinland prüfen. Die Spielhallen des Dachverbandes „Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V.“ werden vom TÜV InterCert Saar geprüft.

Oder von beiden im Wechsel? Oder von beiden gleichzeitig – Quis custodiet ipsos custodes und so? Oder sind die beiden Organisationen identisch, hervorgegangen aus mehreren zusammengelegten TÜV-Einheiten, oder kürzlich umbenannt von der einen zur anderen Benennung? Oder man will Den Rest des Beitrags lesen »


Werbepause

Dass ich Werbung doof finde, ist hier schon mehrfach angeklungen. Ich finde Werbung doof. Also fast immer. Es gibt natürlich welche, die witzig, originell oder sonst irgendwie gut ist. Aber das ist die Ausnahme, gerade in Deutschland, wo Werbung für meine Begriffe überwiegend dämlich ist, alle nur vorstellbaren Klischees bedient, je abgelutschter desto penetranter, und in aller Regel eher einen Brechreiz als einen Haben-wollen-Reflex auslöst. Generell fühle ich mich durch Werbung belästigt.

Natürlich ist es legitim, auf Produkte aufmerksam zu machen, die Vorzüge des Produktes oder die Neuerungen öffentlichkeitswirksam darzustellen und die potenzielle Kundschaft zu umwerben. Es ist sogar legitim, Leute ungefragt anzusprechen, auch wenn ich das unangenehm finde. (Wer mich in der Fußgängerzone oder im Bahnhof anspricht, blitzt bei mir grundsätzlich ab, ganz unabhängig vom Anliegen. Ich kaufe nicht auf der Straße, was man mir hinhält. Ich suche mir lieber selbst aus, wann, wo, wie und was ich kaufe.) Ein gewisses Maß an Ungefragtheit lässt sich bei Werbung nicht vermeiden, da ja sogar die Frage, ob man sich vielleicht ein bisschen Werbung ansehen (oder an einer „Umfrage“ teilnehmen) mag, schon eine kleine Verletzung der Privatsphäre darstellt.

So weit so nervig. Was mich an Werbung aber grundsätzlich stört, ist ein systembedingter und meiner Meinung nach kaum heilbarer Mangel: Den Rest des Beitrags lesen »


Sichern

Gewinncode eingeben und viele tolle Prämien sichern

Solche Formulierungen finden sich auf jeder zweiten Lebensmittel- oder Spielzeugverpackung. Man muss nur den üblicherweise auf der Innenseite der Packung aufgedruckten Code auf der Webseite des Herstellers eingeben und kann ganz großartige Sachen kriegen, von denen man bis dato nicht wusste, dass man sie haben will oder überhaupt brauchen kann.

Bestimmt – spekuliere ich jetzt mal munter drauflos – muss man auch nur das Porto bezahlen oder sämtliche persönliche Daten angeben, und für die besten Sachen muss man bestimmt noch Den Rest des Beitrags lesen »