Glanz, Ausstrahlung und Freiheit

Nach dem kurzen Blick auf fantasieumwitterte Grand Hotels im Nebel folgt jetzt der ernüchternde, unvernebelte Blick auf den Alltag. Ein Streifzug durch die Stadt bei Tageslicht:

glanz_glamour

Nichts gegen den Kiosk. Nette Leute und alles, aber Glamour? Hier? Eher Den Rest des Beitrags lesen »


Zauberwörter

Manchmal werden Wörter aus ihrer ursprünglichen Wortart in andere Wortarten verpflanzt und sind dann mit gleichem Aussehen und Klang parallel in mehreren Wortarten vertreten. Das kommt vor allem im Englischen häufig vor, und dort treibt es manchmal kuriose Blüten, etwa to adhocimprovisieren oder to gaslight – jemanden durch psychologische Spielchen verunsichern und verrückt machen (Definition).

Auf Deutsch geht das nicht ganz so leicht, ist aber grundsätzlich auch möglich. Zaubern etwa muss kein Verb sein, es kann auch Den Rest des Beitrags lesen »


Im Wald

Aus Asterix und die goldene Sichel weiß ich, dass es in der Nähe von Paris den Bois de Boulogne gibt, irgend so ein Stück Wald. Nichts gegen den Deutschen Wald natürlich, aber immerhin. Die Bäume von Boulogne oder so. Mittlerweile ist das mehr Park als Wald, recht hübsch übrigens.

Wenn jemand in dem zugehörigen Pariser Vorort Boulogne-Billancourt eine Boygroup gründen würde, könnten die sich Boys de Boulogne nennen. Das wäre eine (vermute ich) vage altertümelnde Schreibweise, also urfranzösisch und sprachreinhaltungspolitisch nicht zu beanstanden und dabei trotzdem international verständlich. Man könnte das für des Französischen nicht Mächtige wie mich sicher auch eindeutschen, etwa als Den Rest des Beitrags lesen »


Alkoholisches und Käse

Man stelle sich einen Winzer mit Namen Franz Brandt vor. Was produziert der?

Genau, und nebendran residiert die imaginäre Franz GmbH, die einen billigen Mariacron-Klon für die Flachmänner an der Discounterkasse herstellt (sozusagen Quengelware für Erwachsene).

Und wer Franzbranntwein doch lieber nicht trinkt, sondern zum Behandeln von Muskelschmerzen, Zerrungen u.ä. benutzt, kann Den Rest des Beitrags lesen »


Hairaten und Überraschungen

Wortspiele und Sprachwitze können sehr viel Spaß machen. Oder furchtbar nerven. Für manche Sorten Wortspiel braucht man vielleicht einen bestimmten Sinn für Humor. Ich selbst mag Wortspiele gern, meistens jedenfalls, und liefere gelegentlich selbst welche ab. Beim Kollegen nömix ist spätestens in den Aktenvermerken auch eine gewisse Wortspielneigung zu beobachten. Liegt mir sehr, das.

Natürlich weiß ich, dass dem einen seine Nachtigal dem anderen seine Eule sein kann. Wem Wortspiele generell nicht liegen oder wer mit meiner Art von Sprachwitz schon schlechte Erfahrungen gemacht hat, sei hiermit ausdrücklich gewarnt, gleich geht es in die Wortspielgeisterbahn. Es haben sich ein paar Sprachkaspereien angesammelt, die ich bei dieser Gelegenheit mal mitteilen möchte (für einen eigenen Eintrag sind die jeweils zu, ja, ich weiß nicht, aber zusammen mit der salbungsvollen Einleitung könnte das gehen).

Also: Den Rest des Beitrags lesen »


Kühlcontainer

Hier ein revolutionärer wartungsarmer Kühlcontainer, der vollständig ohne Strom auskommt:

kuehlcontainer


Früh krümmt sich

Neulich hat jemand bei uns einen Witz zum besten gegeben (ich war es nicht, obwohl ich für Wortwitze dieser Art und Preisklasse berüchtigt bin). Heißt es der Monitor oder das Monitor? Also, wenn Moni ein Tor schießt, heißt es das Moni-Tor.

Meine Jüngste, knapp fünf, muss das wohl auch gehört haben. Am Tag danach Den Rest des Beitrags lesen »


Schiefe Bahn

Die Fliegenden Bretter haben sich gestern eine ganz üble Wortspielinfektion zugezogen. Das kann schon mal passieren, wenn man als Blogger mal nicht aufpasst. Bei der Gelegenheit ist mein altes Wortspielleiden wieder ausgebrochen, und ich muss an dieser Stelle ein paar Wortspielereien loswerden, die sich im Lauf der letzten Monate angesammelt haben. So sieht das dann aus:

Pakistan und Indien sind sich bekanntlich nicht sehr wohlgesonnen. Die tauschen in Kaschmir außer Verbalnoten auch schonmal fliegendes Blei aus. Deshalb Den Rest des Beitrags lesen »


Neues aus der Wortspielhölle

Im Herrenzimmer* und auf Zeit Online kann man sich über wortspielerische Namen von Friseurläden informieren. Eine ergiebige Quelle für mehr oder minder geistreiche Wortspiele sind auch die immer fantastischeren Namen von Erlebnisbädern. Bäckerläden mischen ebenfalls in der Wortspielmafia mit. Da gibt es die Back und Weck GmbH und eine Reihe von Läden, die ebenfalls Back und Weck heißen. Im Bahnhof von Weingarten (Baden) gibt es einen Bäckerladen namens Hin und Weck und Leimen hat einen Mc Weck. Vielleicht macht ja irgendwann irgendwo ein Back-Up auf, und daneben ein Eisladen namens Cool Down

Die Wurstfabrikanten wollen da natürlich auch nicht zurückstehen: Aoste verkauft Stickado – Die luftgetrocknete Salami-Spezialität für „Fein-Snacker“, und Wiesenhof nervt mit der revolutionären Geflügelsalami Black Puty. Bestimmt kommt irgendwann auch das Buch zur Wurst auf den Markt. Die Geschichte ginge ungefähr so: Den Rest des Beitrags lesen »


Im Einkaufsbahnhof

In vielen Bahnhöfen hängen seit einiger Zeit Monitore, auf denen ein offiziell Out-of-Home-Channel genannter Mix aus Nachrichten, mehr oder minder unterhaltsamen Nichtigkeiten und – natürlich – Werbung läuft.

Die so ausgestatteten Bahnhöfe sind natürlich keine profanen Ein-, Aus- und Umsteigestellen für Reisende und Pendler, sondern mondäne Shopping-Erlebnis-Welten mit Bahnanschluss, vulgo Einkaufsbahnhöfe. Das Bahnfahren ist da nur noch Nebensache, hauptsächlich soll man jetzt zum Shoppen in den Bahnhof gehen, zum Spaßhaben und Geldausgeben. Damit man das auch merkt, wird im Out-of-Home-Channel regelmäßig darauf hingewiesen. Wie sinnvoll das ist, steht dahin – wer nicht von selbst mitgekriegt, wie toll man hier einkaufen kann, wird auf solche Werbung sicher auch nicht anspringen:

Also, geworben wird damit, dass es im Bahnhof – man höre und staune – Den Rest des Beitrags lesen »