Mauerfallgeschichte

Eigentlich bräuchte ich jetzt einen originellen Einstieg, mir fällt aber keiner ein. Seit Wochen wird wie blöd über das Thema geschrieben, es kursieren jede Menge Erinnerungen und Berichte, da will ich auch. Es geht natürlich um den Fall der Mauer heute vor 25 Jahren.

Der hatte sich ja schon irgendwie angekündigt. Die unübersehbaren Montagsdemos in der ganzen DDR, die DDR-Bürger in den bundesdeutschen Botschaften in Budapest, Prag und Warschau, dann die Ausreise der Flüchtlinge aus Prag und die zunehmend laxeren Kontrollen an der ungarischen Grenze, es war abzusehen, dass da etwas ins Rollen kam, das nur schwer aufzuhalten sein würde. Allerdings hatte ich zäheren Widerstand seitens der Regierung der DDR erwartet, schlimmstenfalls eher etwas in der Art des 17. Juni 1953 oder des Prager Frühlings als eine tatsächliche Veränderung der Verhältnisse, noch dazu in solchem Umfang.

Dann kam, eben am 9.November, im Radio die Meldung: Die Führung der DDR habe verlautbart, jedem Bürger der DDR stehe es frei, das Land zu verlassen. Ungläubiges Staunen, das musste doch eine Ente sein, ein schlechter Scherz, so absurd klang das. Es stellte sich dann ziemlich schnell heraus, dass die Meldung echt war. Die Bilder der Menschenmassen in Berlin, die von beiden Seiten an und über die Mauer drängten, sprachen für sich. Es wurde nicht geschossen an der Grenze, die Mauer wurde an vielen Stellen zerlegt, und alles blieb friedlich.

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