Heimat

Heimat ist so ein komisches Wort im Deutschen. Komisch aus mehreren Gründen. Erst einmal ist es vage – es kann das Land selbst meinen (oder eine Region davon oder einen bestimmten Ort), es kann ein, sagen wir, nur bedingt ortsgebundenes gesellschaftliches Umfeld meinen. Die Freiwillige Feuerwehr etwa, der Sportverein, die Stammkneipe oder der Stammtisch, die Werkbank, der – egal welcher – Weinberg, der eigene Bücherschrank – alle können Heimatfunktionen wahrnehmen.

Dann ist der Begriff im Deutschen seltsam überladen. Da ist der edelweißblühende Köhlerlieselkitsch vor Edelrahmkühen auf alpenglühenden Almen. Die gartenzwergidyllische Spießigkeit aus Hoffmann von Fallerslebens Deutschlandlied (dessen dritte Strophe ich als Nationalhymne allerdings gar nicht so übel finde). Ähnlich kitschig ist Auferstanden aus Ruinen, die Hymne der verblichenen DDR. Fand ich auch ganz ok und hätte ich kein Problem mit.

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