Vom Haus

Neulich waren wir bei einem Griechen zum Essen. Der Laden ist nett, das Essen gut. Es ist nicht unser Stammlokal, aber wir gehen gelegentlich dort hin. Kaum saßen wir, kam der Kellner und brachte den üblichen Ouzo, mit dem freundlichen Hinweis: Vom Haus. Also hoch die Tassen! Dann haben wir bestellt und gegessen.

Als die Teller leer waren, kam er wieder mit einem Ouzo pro Kopf, vom Haus. Nach dem Aperitif und dem Wein zum Essen war das dann schon ganz ordentlich, mehr als ich normalerweise in so kurzer Zeit trinke. Meine Frau mochte ihren nicht mehr, und ich habe mich erbarmt. (Ouzo ist aber auch ein angenehmes Gesöff, hochgefährlich!) Mit der Rechnung kam dann gänzlich unerwartet die dritte Lage Ouzo, vom Haus.

Ich war auf dem Weg nach Hause dann recht fröhlich. Und jetzt frage ich mich, war das Absicht? Wollte der einfach nur sehen, was passiert? War er in Spendierlaune? Oder hatte er den Faden verloren, sich im Tisch vertan? Egal, wegen dem Schnaps waren wir dort nicht hingegangen, und auch ohne den Schnaps wäre es ein angenehmer Restaurantbesuch gewesen. Jedenfalls war es genau so, wie ich es mag – unkompliziert, freundlich und ein ganz kleines bisschen bluna…

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One Comment on “Vom Haus”

  1. Nesselsetzer sagt:

    Ja, das kenne ich und denke mit Wehmut an die Zeit, in der ich mit dem Besitzer eines griechischen Rastaurants befreundet war. Da kamen noch ganz andere Sachen auf den Tisch, und ich verrate hier nicht den Ouzo-Rekord an einem der geselligen Abende. Heute könnte ich das nicht mehr – wie schade…

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