Muss man sich das antun?

Viele Leute twittern wie besessen, immer öfter auch in Blogs. Das kann durchaus einen gewissen Witz haben, wenn die Zwitscherer nämlich was zu sagen haben und die Möglichkeiten des Mediums gescheit nutzen. Meistens wirkt es auf mich aber eher wie Wichtigtuerei, ähnlich wie unnötige Sonnenbrillen im Haar oder demonstrativ vor sich hergetragene iGeräte oder Superhandys. Ich glaube, ich will von niemandem ständig wissen, was er grad macht, was ihm grad durch den Kopf schießt oder was er grad für so dringend hält, dass er es per SMS in die Welt blasen muss. (Ich selbst habe auch noch nicht herausgefunden, wie ich Twitter irgendwie sinnvoll nutzen kann. Und wenn das, was mir so durch den Kopf schießt, nicht bis zum Verfassen eines Blogbeitrags hält, ist es sicher auch nicht so wichtig gewesen.)

Im Prinzip sehe ich das genauso wie Stuart Miles: Entweder haben wir uns nichts zu sagen, dann braucht’s auch kein Gezwitscher, oder wir haben uns was zu sagen, und dann ist es sinnvoller, wir telefonieren einfach oder gehen zusammen einen trinken.

Advertisements

3 Kommentare on “Muss man sich das antun?”

  1. […] selbst stehe Twitter mit einer gewissen Verständnislosigkeit gegenüber und sehe bisher nicht, wie ich den Dienst sinnvoll nutzen kann, oder warum ich das […]

    Gefällt mir

  2. […] konnte ich mit Twitter nicht viel anfangen. Ich fand das ganze Ding doof, hatte den Witz daran absolut nicht verstanden und Twitterern pauschal unterstellt, sich damit im wesentlichen nur wichtigmachen zu wollen. […]

    Gefällt mir

  3. Yadgar sagt:

    Von mir am 29. April 2009 im Assoziations-Blaster (http://www.a-blast.de) zu „Twitter“ assoziiert:

    Atemloses 140-Zeichen-Gestammel, mit mehrheitlich genauso banalen Inhalten wie die Millionen und Abermillionen Blogs im ach so revolutionären Web 2.0… Internet-Firlefanz, so nützlich wie ein Surfbrett in Afghanistan!

    Und wer sich mal die Wikipedia-Seite zu Twitter durchliest, erfährt auch den eigentlichen Zweck der ganzen Microbloggerei:

    *»Twitter sammelt personenbezogene Daten seiner Benutzer und teilt sie Dritten mit. Twitter sieht diese Informationen als einen Aktivposten und behält sich das Recht vor, sie zu verkaufen, wenn die Firma den Besitzer wechselt.«*

    Da wundert es mich dann nicht mehr, wieso es sowenig politischen Widerstand gegen Schäuble und Konsorten gibt…

    Gefällt mir


In den Wald hineinrufen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s